Trotz Prämienstieg
Nur wenige wechseln die Krankenkasse
publiziert: Mittwoch, 12. Nov 2014 / 12:03 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Nov 2014 / 17:26 Uhr
Die Schweizer bleiben treu. (Symbolbild)
Die Schweizer bleiben treu. (Symbolbild)

Bern - Obwohl in einigen Kantonen die Krankenkassenprämien 2015 stark steigen, werden auch dieses Jahr nur wenige Versicherte die Kasse wechseln. Die Schmerzgrenze liegt bei vielen Versicherten bei einem Aufschlag von 5 Prozent.

4 Meldungen im Zusammenhang
«Ab einer Prämienerhöhung von 5 Prozent erhöht sich die Bereitschaft, die Krankenversicherung zu wechseln, um 39,7 Prozent», schreibt der Internetvergleichsdienst bonus.ch am Mittwoch in einer Mitteilung. Würden die Prämien um über 10 Prozent erhöht, zeigten sich gar 72,3 Prozent der Versicherten bereit, zu wechseln.

Der Vergleichsdienst beruft sich dabei auf Stichproben aus rund 50'000 Offertanfragen. Zudem wurden Suchanfragen zu Krankenkassenprämien auf diversen Suchmaschinen im Internet analysiert. Diese stiegen demnach in diesem Jahr um 54,5 Prozent.

«Seit fünf Jahren steigt und fällt dieses Volumen proportional zur Kurve der Prämienerhöhungen.» Das zeige, dass die Schweizer und Schweizerinnen sich zum Thema informierten.

Treue Schweizer

Dennoch bleiben die meisten auch nach einer starken Prämienerhöhung bei ihrer alten Kasse, obwohl die Leistungen der Grundversicherung überall die gleichen sind.

Bei einer früheren Umfrage hätten die Befragten dies unter anderem mit Kundentreue begründet, und dass der Kundenservice bei der alten Kasse besser sei. Ebenfalls eine Rolle spielten die «starke Abhängigkeit» zwischen der Grund- und Zusatzversicherung und «typisch schweizerisch, die Angst vor Veränderung».

Grosses Sparpotenzial

Dass viele Versicherte Grund zum Wechseln hätten, legte der Internetvergleichsdienst comparis.ch dar. Demnach könnten 92 Prozent der Erwachsenen Prämien sparen, wenn sie zu einer günstigeren Krankenkasse mit dem gleichen Modell und gleicher Franchise wechseln.

Dies gelte insbesondere für Versicherte im Kanton Genf, wo erwachsene Versicherte im Schnitt 1231 Franken pro Jahr sparen könnten. Auch in Basel-Stadt und Neuenburg könnte sich ein Wechsel der Versicherung besonders lohnen.

Weiter wies der Vergleichsdienst darauf hin, dass auch ein Wechsel des Krankenkassenmodells grosse Einsparungen bringen könnte. Bei alternativen Modellen wie Hausarzt, Telemedizin oder HMO seien die Prämien im Schnitt rund 20 Prozent tiefer als beim Standardmodell.

Vergleichsdienste buhlen um Kunden

Ein Wechsel ist noch bis Ende Monat möglich. Dabei muss bis zum 30. November die Kündigung bei der alten Kassen eingetroffen sein. Bei einem Kassenwechsel vertrauen viele Konsumenten auf die Vergleichsdienste, die detaillierte Prämienvergleiche anbieten.

Die beiden grössten, bonus.ch und comparis.ch, zeigen in der Standard-Suche aber nur jene Kassen an, von denen sie Geld erhalten. Für einen Überblick über möglichst alle Kassen muss die Ansicht gewechselt werden.

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat mit priminfo.ch einen Prämienrechner aufgeschaltet sowie Tipps zum Sparen und Musterbriefe für Kündigungen. Ohne Werbung kommt auch VZonline des VermögensverwaltungsZentrums aus. Daneben drängen mit dem werbefinanzierten Webportal moneyland.ch und mit dem werbefreien swupp.ch weitere Vergleichsdienste auf den Markt.

(awe/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Zwei Umfragen zum gleichen Thema, ein Interview-Partner in drei Zeitungen und neues von der Work-Life-Balance in der Armee: Das und mehr steht in den Schlagzeilen ... mehr lesen
«SonntagsBlick»: Trotz des starken Frankens befinde sich die Schweiz nicht in einer Wirtschaftskrise.
Wechselfreudige Schweizer - Profit, wenn man mit gleichem Modell und gleicher Franchise zu einer anderen Kasse wechselte.
Zürich - Auch per 2015 ist die Zahl ... mehr lesen
Bern - Die Krankenkassenprämien werden für viele Haushalte zu einer immer grösseren Last. Der Schweizerische ... mehr lesen
Prämien sollen auf höchstens 8 Prozent des Einkommens gesenkt werden.
Sujet der Abstimmungsgegner.
Bern - Für die Kommentatoren in den Schweizer Zeitungen ist nach dem Nein zur ... mehr lesen
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
Markierung: Mobile Data rekonstruiert Epidemien.
Markierung: Mobile Data rekonstruiert Epidemien.
Orange Group und Sonatel helfen bei einmaliger Präzision in Tests  Die mit einer Simulations-Software generierte Auswertung von mobilen Daten kann Epidemien exakt rekonstruieren und dabei helfen, Strategien gegen die Verbreitung dieser zu testen. Das zeigt ein aktuelles Forschungsprojekt der französischen École Polytechnique Fédérale de Lausanne. 
«Chem-Phys»  San Diego - Forscher der University of California San Diego (UCSD) haben den ersten flexiblen, tragbaren ...  
Fettleibigkeit belastet Beziehungen von Kindern.
Physische und psychologische Folgen  Stillwater - Fettleibigkeit bei Kindern in den USA hat sich seit 1980 bei Sechs- bis Elfjährigen fast ...  
Immer mehr US-Kinder fettleibig Durham - Der Anstieg von Fettleibigkeit bei US-Kindern, der vor fast 30 Jahren begonnen hat, geht weiter. Die höchste ...
Die Zahlen sind erschreckend.
Titel Forum Teaser
Massagepraxis in Zürich-Oerlikon
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 10°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Basel 11°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen vereinzelte Gewitter
St. Gallen 10°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Bern 9°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Luzern 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Genf 10°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Lugano 11°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten