Nutzer kritisieren massgeschneiderte Werbung
publiziert: Donnerstag, 3. Jul 2008 / 11:47 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Jul 2008 / 12:09 Uhr

New York - Das so genannte «Behavioral targeting», das Ansprechen bestimmter Nutzergruppen aufgrund ihres spezifischen Online-Verhaltens, wird in der Werbebranche zunehmend populärer. Werbetreibende, die auf diesen Ansatz setzen, sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass Konsumenten dieser Methode äusserst kritisch gegenüberstehen.

77 Prozent der User lehnen gemäss Bericht die Analyse ihres Online-Verhaltens ab.
77 Prozent der User lehnen gemäss Bericht die Analyse ihres Online-Verhaltens ab.
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Dies geht aus einem aktuellen Bericht des US-Marktforschungsunternehmens eMarketer hervor, der diese spezielle Form der digitalen Werbung in Bezug auf ihre Akzeptanz beim Nutzer hin untersucht hat.

Demnach sind sich rund 70 Prozent der US-Internetuser darüber bewusst, dass ihre Webaktivitäten von einem Dritten für Werbezwecke mitprotokolliert werden könnten. Aber nur 23 Prozent davon haben kein Problem mit einer derartigen Vorgehensweise.

Der Rest steht dieser Praxis eher ablehnend gegenüber und lässt sich auch durch die Versicherung nicht überzeugen, dass die aufgezeichneten persönlichen Daten nicht weitergegeben werden würden.

Persönliche Einwilligung

«Prinzipiell wollen Konsumenten zwar Werbung, die auf ihre persönlichen Bedürfnisse und Interessen zugeschnitten ist. Was die hierfür notwenige Erhebungsmethode betrifft, sind sie aber überaus kritisch», heisst es im eMarketer-Bericht.

Um die Strategie des Behavioural Targeting dennoch sinnvoll einsetzen zu können, müssten Werbetreibende schon vorab sicherstellen, dass die Konsumenten über das «Kleingedruckte» dieser speziellen Form der massgeschneiderten Werbung Bescheid wissen. Zudem sollte dabei ein Opt-In-Ansatz gewählt werden, der es Nutzern erlaubt, selbst über die Teilnahme an einem derartigen Verfahren zu entscheiden.

«Ein möglicher Weg, um Konsumenten zu der Annahme von Behavioural-Targeting-Methoden zu bringen, ist, sie vorab nach ihrer persönlichen Einwilligung zu fragen», stellt der Bericht fest. Gleichzeitig müssten User auch stärker über die Vorteile dieser Werbestrategie aufgeklärt werden.

Bescheidene Treffergenauigkeit

Was die Verminderung der Fehlstreuung betrifft, spricht der aktuelle Bericht allerdings von einem eher bescheidenen Effekt. Die Treffergenauigkeit von Behavioural-Targeting-Methoden liege immer noch deutlich hinter den Erwartungen.

So gaben lediglich rund 13 Prozent der befragten Konsumenten an, dass mehr als ein Viertel der von ihnen erhaltenen Werbung für sie auch tatsächlich relevant gewesen sei. «Der Erfolg einer Werbung ergibt sich erst durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren und ist nicht auf einen einzelnen Aspekt wie gesteigerte Zielgruppengenauigkeit zu reduzieren», so Nickel abschliessend.

(bert/pte)

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