OECD-Studie zeigt, dass Schweizer Schüler selten schwänzen
publiziert: Mittwoch, 15. Okt 2003 / 17:26 Uhr

Bern - Schweizer Schüler schwänzen im internationalen Vergleich eher selten die Schule. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Schweizer Schüler sind offenbar lernbegierig.
Schweizer Schüler sind offenbar lernbegierig.
Die Studie beruht auf einer weiteren Analyse der Ergebnisse der ersten PISA Studie, die zwischen 2000 und 2001 durchgeführt wurde. Sie beleuchtet die Problematik der Schulunzufriedenheit von Schülern. Die Schulunzufriedeneheit wurde mit regelmässigem Schwänzen gemessen.

Regelmässiges Schwänzen beeinhaltet das Fernbleiben von der Schule, das Auslassen von Stunden oder das Zuspätkommen. In der Schweiz schwänzen regelmässig 16 Prozent der Schüler. Die Unzufriedenheit ist im Vergleich mit anderen Ländern gering.

Spitzenreiter im Fernbleiben sind die Israelis mit 45 Prozent und die Bulgaren mit 40 Prozent. Musterschüler finden sich in Asien. In Korea schwänzen lediglich acht Prozent den Unterricht, in Japan mit vier Prozent und China mit drei Prozent sind es sogar noch weniger.

Das Fernbleiben und die negative Einstellung zur Schule stellten grosse Herausforderungen für Lehrer und Politiker dar, hält die Studie fest, die auf Daten von 42 Länder beruht.

Entgegen den Erwartungen zeigen die Ergebnisse, dass unzufriedene Schüler im allgemeinen nicht jene sind, die bei den PISA Tests ein schlechtes Resultat erreicht haben. Wie es scheint, besteht kein direkter Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und Leistung.

(bsk/sda)

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