Warnung vor Immobilienblase
OECD empfiehlt Schweizer Steuerreform
publiziert: Dienstag, 24. Jan 2012 / 15:51 Uhr
Wirtschaftsminister Schneider-Ammann stellte sich nicht gegen eine Reform.
Wirtschaftsminister Schneider-Ammann stellte sich nicht gegen eine Reform.

Bern - Die OECD anerkennt die gute Wirtschaftsleistung der Schweiz. In ihrem neuen Bericht empfiehlt die Organisation der Schweiz dennoch mehrere Reformen - unter anderem des Steuersystems.

3 Meldungen im Zusammenhang
Das Schweizer Steuersystem sei stark auf die Besteuerung der Haushaltseinkommen ausgerichtet, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria am Dienstag vor den Medien in Bern. Zusammen mit Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann präsentierte er den neuen OECD-Länderbericht zur Schweizer Wirtschaftspolitik.

Die Schweiz könne ihre Wachstumsaussichten verbessern, wenn sie bei ihrem Steuersystem über die Bücher gehe. Namentlich bei der Mehrwertsteuer besteht nach Ansicht der OECD Handlungsbedarf. «Würde die Besteuerung des Privateinkommens durch die Besteuerung von Waren und Dienstleistungen ersetzt, würde sich dies wachstumsfördernd auswirken», heisst es im Bericht.

Keine Ausnahmen bei der Mehrwertsteuer

Die OECD empfiehlt der Schweiz, bei der Mehrwertsteuer keine Ausnahmen mehr zuzulassen sowie den Standardmehrwertsteuersatz auf 8 Prozent zu erhöhen. Zudem solle eine Anwendung der Mehrwertsteuer auf Finanzdienstleistungen geprüft werden.

Heute gibt es in der Schweiz drei Sätze für die Mehrwertsteuer: Den Normalsatz von 8 Prozent, den Beherbergungssatz von 3,8 Prozent sowie den reduzierten Satz von 2,5 Prozent für Güter des täglichen Gebrauchs.

Wirtschaftsminister Schneider-Ammann stellte sich nicht gegen eine Reform. Es sei allerdings nicht der Moment für einen Stellungnahme des Bundesrats, sagte er vor den Medien. Zudem dürfte es schwierig werden, die Politik von der Steuerreform zu überzeugen.

Im vergangenen Dezember hatte sich der Nationalrat als Erstrat dafür ausgesprochen, dem Tourismussektor nächstes Jahr die Mehrwertsteuer von derzeit 3,8 Prozent für die Gastronomie und Hotellerie zu erlassen.

Weiter versenkte der Nationalrat im Dezember einen Einheitssatz für die Mehrwertsteuer. Der Bundesrat muss nun eine Steuer mit zwei Sätzen ausarbeiten. Von der Steuer ausgenommen werden sollen das Gesundheits- und Bildungswesen, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie wohltätige Institutionen.

Warnung vor Immobilienblase

Die OECD warnt die Schweiz zudem vor einer Blase auf dem Immobilienmarkt. Die niedrigen Zinsen hätten zu einem Hypothekenboom und steigenden Immobilienpreisen geführt. In einigen regionalen Immobilienmärkten seien bereits Überhitzungserscheinungen erkennbar, schreibt die OECD.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die OECD empfiehlt der Schweiz, den Schutz von Whistleblower möglichst rasch gesetzlich zu verankern. Informanten ... mehr lesen 1
Rudolf Elmer, Schweizer Whistleblower, geriet in einen Strudel aus Gerichtsverfahren und posttraumatischer Belastung.
Der Ständerrat befasst sich im nächsten Jahr mit dem Vorstoss.
Bern - Der Tourismussektor soll nächstes Jahr von der Mehrwertsteuer befreit ... mehr lesen 4
Bern - Der Mehrwertsteuer-Einheitssatz ist vom Tisch. Der Nationalrat hat am Mittwoch zum zweiten Mal entschieden, den ... mehr lesen
Übersicht des Nationalratssaals während der Wintersession.
Der eritreische Staat treibt von Landsleuten in der Schweiz offenbar Steuern ein. (Archivbild)
Der eritreische Staat treibt von Landsleuten in der ...
Flüchtlinge  Bern - Der eritreische Staat treibt von Landsleuten in der Schweiz offenbar Steuern ein. Ob das illegal ist, steht indes noch nicht fest. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. 1
Informationen über Steuersünder  Bern - Künftig soll auch Italien auf Anfrage Informationen über Steuersünder erhalten. Der ...  
Das Änderungsprotokoll, über das das Parlament befinden kann, erleichtert es italienischen Bürgerinnen und Bürgern mit Bankkonten in der Schweiz, am italienischen Selbstanzeigeprogramm teilzunehmen. (Archivbild)
Rückgang in der Vermögensverwaltung  Zürich - Die Bank Julius Bär hat im Halbjahr einen Rückgang der verwalteten Vermögen und einen Gewinneinbruch erlitten. Gründe dafür sind die Frankenstärke respektive die Rückstellung für die erwartete Strafzahlung im Steuerstreit mit den USA.  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3268
    Inzwischen... getraut sich kein einziger Entscheidungsträger mehr, an der Zuwanderung ... gestern 15:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 1485
    Was ist neu beim Ueli? Maurers Platitüden: «Aber wir sind in einer ausserordentlichen ... gestern 00:48
  • keinschaf aus Wladiwostok 2718
    Der Unterschied Einmal mehr: SS winkt und verspricht Bleibe- und Hotelrecht in die Welt ... Sa, 29.08.15 12:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3268
    Nicht.... anzunehmen, dass Europa diese enormen Flüchtlingsmassen verträgt. Das ... Sa, 29.08.15 11:12
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3268
    Warum... müssen die Schlepper bekämpft, ihre Netze zerschlagen werden? Weil man ... Fr, 28.08.15 14:58
  • HeinrichFrei aus Zürich 390
    Wer Kriegsmaterial exportiert produziert Flüchtlinge Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat den UNO-Hochkommissar für ... Mi, 26.08.15 21:21
  • Kassandra aus Frauenfeld 1485
    Das vergebliche werkeln nach hinten! Das Bankgeheimnis ist gestorben, für alle Zeit gestorben, ... Mi, 26.08.15 20:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1485
    Und weshalb das Ganze? Weil die EU diese Sicherheitskontrollen fordert! Ebenso hat die ... Mi, 26.08.15 17:23
Wettbewerb
Unvergessliche Momente auf der OCHSNER SPORT CLUB Fanbank.
Hautnah dabei  OCHSNER SPORT CLUB bringt dich hautnah an die Stars der Super League.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 19°C 27°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 16°C 29°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 21°C 30°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 17°C 32°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 18°C 32°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 17°C 33°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 20°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten