OL: Schweizer kämpfen um EM-Plätze
publiziert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 22:23 Uhr

Für die Schweizer Orientierungsläufer stehen bis Sonntag die Selektionsläufe für die Europameisterschaften vom 10. bis 16. Juli in Roskilde (Dä) an.

Simone Niggli-Luder ist bereits qualifiziert.
Simone Niggli-Luder ist bereits qualifiziert.
Die Rennen finden der Reihe nach in Wiedlisbach (Sprint), im Zollikofenwald (Mitteldistanz) sowie im Buechhof bei Solothurn (Langdistanz) statt. Gemäss Selektionskonzept könnten maximal je acht Frauen und Männer für die kontinentalen Titelkämpfe nominiert werden, aus finanziellen Gründen werden aber wohl höchstens je sechs Aktive zum Zug kommen. "Sechs wären optimal, weil wir dann je zwei Staffel-Teams bilden könnten", sagte Elite-Cheftrainer Kilian Imhof.

Das Ticket auf sicher hat einzig Simone Niggli-Luder, die seit März zusammen mit Ehemann Matthias Niggli in Schweden lebt und trainiert, da die Weltmeisterschaften vom 12. bis 19. September in Västeras stattfinden. Die vierfache Weltmeisterin des vergangenen Jahres in Rapperswil/Jona bewies in ihrer neuen Heimat eindrücklich, warum sie klar die Nummer 1 der Weltrangliste ist.

Niggli-Luder schwedische Meisterin

Die 26-jährige Bernerin gewann die Gesamtwertung der prestigeträchtigen Eliteserie und wurde schwedische Meisterin über die Langdistanz. Am traditionellen Spring-Cup Ende März in Dänemark musste sie sich nur ihrer Klubkollegin bei Ulricehamns OK, Jenny Johansson (IOF 2), geschlagen geben. Zudem entschied sie mit ihrem neuen Verein zwei wichtige internationale Staffeln für sich.

"Es gefällt uns ausgezeichnet, wir haben uns gut eingelebt", resümierte Niggli-Luder. Für das Training würden sich optimale Möglichkeiten bieten, die Wettkämpfe seien super organisiert. Niggli-Luder trainierte auch ein paar Mal zusammen mit Johannson. "Unser Verhältnis ist sehr kollegial, wir geben uns gegenseitig Tipps", so die Schweizer Sportlerin des letzten Jahres. Wie sieht es mit der Sprache aus? "Sehr gut." Sie habe bereits schwedische Interviews gegeben.

Romanens gibt forfait

Gespannt darf man auf den Auftritt von Vroni König-Salmi sein. Die amtierende Staffel-Weltmeisterin und Sprint-Europameisterin wurde Ende Februar zum dritten Mal Mutter. Sie fühle sich gut vorbereitet, habe gut trainiert, sagte König-Salmi. Dank ihrer Routine sollte die 34-Jährige die fehlende Wettkampfpraxis kompensieren können.

Marie-Luce Romanens, WM-Silbermedaillen-Gewinnerin 2003 im Sprint, dagegen muss auf eine Teilnahme an den Selektionsläufen verzichten. Die Fuss-Operation im vergangenen September brachte nur kurzfristig Besserung. Die Kurzdistanz-Weltmeisterin von 1995 vermag derzeit nur auf dem Rad und im Wasser zu trainieren.

Offener Männerwettkampf

Bei den Männern präsentiert sich die Ausganslage nach dem Rücktritt von Aushängeschild Thomas Bührer sehr offen. Es gibt viele junge Läufer, die den älteren zum Teil den Rang ablaufen. Gute Karten auf eine EM-Teilnahme besitzen die A-Kaderläufer Felix Bentz, Marc Lauenstein, David Schneider und Denis Steinemann. Auch mit Matthias Niggli ist zu rechnen.

Im Sprint wird Nicht-Kaderläufer Robert Feldmann, der im Gesamtklassement der Park World Tour (PWT) im vierten Zwischenrang liegt, ein Wörtchen mitreden. Bei den Männern gibt es ebenfalls einen gewichtigen Abwesenden. U23-Läufer Daniel Hubmann, der Mitte März im ersten PWT-Rennen der Park-World-Tour siegte und mit einem ersten und zweiten Rang an den World-Ranking-Events in Portugal auf sich aufmerksam machte, fällt wegen eines Ermüdungsbruches im Schienbein mehrere Wochen aus. Damit ist auch die Teilnahme an den Weltmeisterschaften gefährdet.

(von Sascha Fey/Si)

 
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