Obama badet im Golf von Mexiko
publiziert: Sonntag, 15. Aug 2010 / 13:51 Uhr
Obama: «Strände sind sauber und sicher.»
Obama: «Strände sind sauber und sicher.»

Washington - US-Präsident Barack Obama ist demonstrativ vor der Küste Floridas im Golf von Mexiko baden gegangen, um der durch die Ölpest gebeutelten Tourismusindustrie unter die Arme zu greifen. Der Grossteil des Öls sei beseitigt worden, so Obama.

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Er wolle zeigen, dass die Strände entlang der Golfküste dank der Aufräumarbeiten sauber, sicher und für Besucher bereit seien, sagte Obama am Samstag. Dies sei einer der Gründe, warum er und seine Familie für das Wochenende in die Touristenhochburg Panama City gekommen seien.

Der Badespass wurde zwar abgeschirmt von neugierigen Blicken und Kameras. Das Weisse Haus veröffentlichte aber ein Foto, das den Präsidenten mit seiner jüngeren Tochter Sasha vergnügt planschend zeigt. Obama hatte zuvor betonte, er gehe als Privatmann im Golf von Mexiko baden. Die symbolische Kraft eines solchen Fotos dürfte ihm allerdings klar gewesen sein.

Dank des gewaltigen Reinigungseinsatzes sei ein Grossteil des ausgeströmten Öls beseitigt worden, sagte Obama. «Aber ich werde erst zufrieden sein, wenn die Umwelt wieder hergestellt ist, egal wie lange das dauert.» Seit einem Monat sei kein Öl mehr aus der leckgeschlagenen Quelle ins Meer geflossen.

«Aber ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass unsere Arbeit noch nicht beendet ist. Und wir werden nirgendwohin gehen, bis dies der Fall ist.» An dieses Versprechen werde sich seine Regierung halten.

Angeschlagenes Image

Es ist Obamas fünfter Besuch in der Region seit Beginn der Ölkatastrophe. Der Präsident ist massiv unter Druck geraten, weil ihm schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen wird. Insbesondere bemängeln Kritiker, die Regierung habe BP zu lange die Regie bei der Bekämpfung der Ölpest überlassen.

Obamas Zustimmungswerte sind auch deswegen abgerutscht und das Thema droht zur weiteren ernsthaften Belastungen für ihn und seine Demokraten bei den Kongresswahlen Anfang November zu werden.

Vor allem in den betroffenen Gemeinden trifft der Präsident auf viel Missmut unter den Menschen, von denen viele in der Tourismusbranche arbeiten. Doch ausgerechnet in den lukrativen Sommermonaten bleiben viele Gäste wegen der schlimmsten Ölkatastrophe in der US-Geschichte fern.

(bert/sda)

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