Obama baut Vorsprung auf McCain weiter aus
publiziert: Montag, 20. Okt 2008 / 11:14 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Okt 2008 / 17:36 Uhr

Washington - Im Rennen um das US-Präsidentenamt hat der Demokrat Barack Obama seinen Vorsprung vor dem Republikaner John McCain weiter ausgebaut. Obama kommt nun auf eine Zustimmung von 50 Prozent, sechs Punkte vor McCain.

Ein Sieg Obamas ist laut Experten noch nicht sicher.
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Nach einem Durchschnittswert der sieben wichtigsten Meinungsforschungsinstitute führt der schwarze Senator mit 49,2 Prozent. McCain kommt demnach lediglich auf 43,7 Prozent, berichtete die US-Website am Montag.

In einer Umfrage des Gallup-Instituts führe Obama gar mit 51 zu 44 Prozent, dem Institut GWU-Battleground zufolge allerdings lediglich mit 49 zu 45 Prozent. Nach der am Montag veröffentlichten Reuters/C-Span/Zogby-Umfrage sprachen sich 44 Prozent für McCain aus. Die positiven Werte für Obama folgen auf drei Tage, an denen McCain in Umfragen kontinuierlich Boden gutgemacht hatte.

Somit hat Obama nun erstmals seit Beginn der langfristigen Erhebung vor 14 Tagen die 50-Prozent-Marke erreicht. Der Demokrat habe seine Grundlage gefestigt, sagte der Meinungsforscher John Zogby.

Vor allem bei jungen Menschen, Schwarzen und Bürgern aus dem spanischen-lateinamerikanischen Kulturkreis der Hispanics habe Obama zugelegt. Dass er die 50 Prozent erreicht habe, bringe ihn in die Gewinnzone.

Der jüngsten Umfrage zufolge legte Obama gut zwei Wochen vor der Wahl am 4. November auch bei den für besonders wichtigen unabhängigen Wählern zu. Hier führt er nun mit elf Prozentpunkten vor McCain. Zogby warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen. Die Kandidaten lägen noch immer nah beieinander, sagte er.

Warnung vor Sozialismus

McCain warnte die Wähler vor einem Linksruck nach einem Wahlsieg seines Rivalen Obama. er Demokrat Obama plane Umverteilung nach sozialistischem Vorbild, sagte McCain am Sonntag (Ortszeit) auf einer Kundgebung in Toledo im Bundesstaat Ohio.

«Senator Obama möchte kontrollieren, wer Ihr Stück des Kuchens bekommt, anstatt den Kuchen grösser zu machen», kritisierte McCain. «Barack Obama möchte für manche die Steuern erhöhen, um Schecks an andere austeilen zu können.»

Obama warf McCain seinerseits vor, durch Steuersenkungen für Besserverdiener Vermögen an die Wohlhabenden umzuverteilen.

Die Steuerpläne der Kandidaten zählen zu den Kernthemen im Schlussspurt des US-Wahlkampfs. Obama verspricht, Steuern für 95 Prozent der US-Bürger zu senken, die Sätze für Familien mit Einkommen von mehr als 250'000 Dollar pro Jahr aber heraufzusetzen.

McCain plant eine Senkung aller Steuersätze, wovon auch Wohlhabende und Unternehmen profitieren sollen. Er wirft Obama vor, Kleinunternehmen mehr Steuern aufzubürden und dadurch Arbeitsplätze zu vernichten.

Steuern heikles Thema

Das Thema Steuern ist in den USA ideologisch aufgeladen: Konservative lehnen sozialstaatliche Programme nach europäischem Muster grundsätzlich ab und betonen die Eigenverantwortung der Bürger.

Obama nahm die Angriffe seines Gegners gelassen hin. «John McCain glaubt, dass es sich um Sozialismus handelt, wenn man den Amerikanern einen Umbruch schenkt», sagte er vor mehr als 10'000 Anhängern in North Carolina.

Den Vorwurf des geplanten Linksrucks wies er entschieden zurück und verwies darauf, dass der frühere republikanische Aussenminister Colin Powell und der Milliardär Warren Buffett inzwischen zu seinen Unterstützern zählen.

(fest/sda)

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