Romney abgehängt
Obama baut seinen Vorsprung in den Swing States aus
publiziert: Samstag, 29. Sep 2012 / 15:41 Uhr
Bill Clinton: «Ich glaube, der Präsident wird die Wahl gewinnen.»
Bill Clinton: «Ich glaube, der Präsident wird die Wahl gewinnen.»

US-Präsident Barack Obama kann die in Amerika anstehende Wahl natürlich nicht vor dem Wahltag gewinnen, doch neue Umfragen aus dem ganzen Land und einigen ausschlaggebenden Staaten zeichnen inzwischen ein recht positives Bild für Obama.

4 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

CNN Election Center
America's Choise 2012
edition.cnn.com/ELECTION/2012/

SHOPPINGShopping
Barack ObamaBarack Obama
«Ich glaube, der Präsident wird die Wahl gewinnen und die Mehrheit in den Swing States bekommen», äusserte sich der frühere Präsident Bill Clinton in einem Interview mit CBS News.

Sämtliche Umfragen, die zeigen, dass Obama kurz vor der Wahl am 6. November landesweit in Führung liegt, kann man eigentlich ignorieren, denn der Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA wird nicht durch die Zahl aller abgegebenen Stimmen bestimmt. Stattdessen sind die Ergebnisse der einzelnen Bundesstaaten entscheidend, wobei grössere und bevölkerungsreiche Staaten im offiziellen «Electoral College» mehr Gewicht haben als kleinere.

In den meisten Bundesstaaten wählt die Mehrzahl der Bürger traditionell entweder den demokratischen oder den republikanischen Kandidaten.

Eine Handvoll Staaten

Dadurch konzentriert sich der eigentliche Wahlkampf auf eine Handvoll Staaten, in denen das Ergebnis nicht schon im Vorfeld als fast gesichert gilt. Die gute Nachricht für den Präsidenten lautet: Er liegt, aktuellen Umfragen zufolge, in diesen Staaten vorn. In den grössten und besonders umkämpften Bundesstaaten Florida, Ohio und Pennsylvania kam CNN nach Auswertung der jüngsten Umfragen zu dem Ergebnis, dass Obama seinen Vorsprung dort inzwischen ausbauen konnte.

Weitaus bemerkenswerter ist aber wohl, dass der Präsident seinen Herausforderer Mitt Romney inzwischen in allen drei Staaten auf dessen Lieblingsgebiet abhängen konnte. In einer Umfrage der Quinnipiac Universität, CBS News und der New York Times gaben Wähler an, dem amtierenden Präsidenten eher zuzutrauen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, als dem millionenschweren Geschäftsmann Mitt Romney.

Romney hat versucht, bei anderen Wahlkampfthemen zu punkten, zum Beispiel mit den umstrittenen Plänen seines Vizekandidaten Paul Ryan, der die Staatsausgaben drastisch kürzen möchte oder mit einem Appell an die Wähler: Jeder Bürger solle darüber abstimmen, ob es ihm oder ihr heute besser gehe als vor vier Jahren, als Obama ins Weisse Haus einzog.

Romney macht sich keine Sorgen

Doch Obama griff rasch jede neue Strategie seines Herausforderers an und auch Romneys Wahlkampfstrategen sowie der Kandidat selbst trugen mit Fehltritten und Missgeschicken dazu bei, den republikanischen Präsidentschaftskandidaten in ein ungünstiges Licht zu rücken. Dennoch sagte Romney diese Woche auf CNN, er mache sich keine Sorgen.

«In den Umfragen geht es nach oben und dann wieder nach unten, doch am Wahltag werde ich die Unterstützung bekommen, die ich brauche, um Präsident zu werden», sagte er. Aber Romney rennt die Zeit davon. Bei früheren Wahlkämpfen konnte man aus den Umfragewerten im September recht genau ablesen, welcher der Kandidaten im November das Rennen machen würde.

Eine neue, unerwartete Wirtschaftskrise oder ein nationaler Notstand könnte den Ausgang der Wahl sicher nochmals verändern. Da bis zur Wahl aber weniger als sechs Wochen bleiben, dürfte Romneys grösste Hoffnung wohl auf den drei TV-Duellen der beiden Präsidentschaftskandidaten ruhen (sowie einem verbalen Schlagabtausch der beiden Vizekandidaten), die im Oktober stattfinden werden. Romney bereitet sich gerade intensiv auf die Rededuelle vor. Das muss er auch.

Jonathan Mann
Dieser Text stammt von Jonathan Mann, Moderator und Journalist bei CNN International. Seine Kolumne steht in der Schweiz exklusiv für news.ch zur Verfügung. Mehr über das US-Wahljahr 2012 unter http://edition.cnn.com/ELECTION/2012.

(Kolumne von Jonathan Mann/CNN-News)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Philadelphia - Ein Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania hat ein umstrittenes Wahlgesetz gekippt, das nach Ansicht von ... mehr lesen
Das Gesetz, welches Wähler in Pennsylvania wollten, hätte Barack Obama stark benachteiligt.
Caracas - US-Präsident Barack Obama hat einen überraschenden Wahlhelfer gewonnen: In einem Fernsehinterview sprach sich der ... mehr lesen
Chávez als Amerikaner würde Barack Obama wählen.
Sollte sich überlegen, seinen Mund bis zur Wahl zunähen zu lassen: Mitt Romney.
Etschmayer OK. Wie es aussieht, ist Mitt Romney ziemlich erledigt. Nach dem vom unabhängigen Nachrichtenmagazin «Mother Jones» ... mehr lesen 1

Barack Obama

Maske, DVD, Poster und Headknocker vom 44. Präsidenten der USA
DVD - Geschichte
BY THE PEOPLE - DIE WAHL DES BARACK OBAMA (OMU) - DVD - Geschichte
Regisseur: Amy Rice, Alicia Sams - Actors: Barack Obama - Genre/Thema: ...
20.-
DVD - Biographie / Portrait
BARACK OBAMA - EIN SUPERSTAR AUF DEN SPUREN ... - DVD - Biographie / Portrait
Regisseur: Bob Hercules, Keith Walker - Actors: Barack Obama - Genre/T ...
25.-
Nach weiteren Produkten zu "Barack Obama" suchen
Senatorin Dianne Feinstein will Klarheit schaffen.
Senatorin Dianne Feinstein will Klarheit ...
US-Politiker empört  Was vielen Leuten weltweit bereits seit Monaten die Zornesröte ins Gesicht treibt, verärgert nun auch einflussreiche Politiker Washingtons: Womöglich wurden auch sie von Vater Staat ausgespäht. 4
Ukraine Krise  Haben Präsident Barack Obama und die schwache US-Aussenpolitik Wladimir Putin den Weg geebnet und die Krim-Krise befördert?   1
Wandel in der Gesellschaft?  Denkt man an den US-Bundesstaat Arizona, hat man eigentlich Bilder von Cowboys, ...
Jan Brewer: «Religionsfreiheit ist ein Grundwert in Amerika und Arizona.»
John Ellis «Jeb» Bush.
Erst der Papa, dann der Bruder  Und wie steht es mit dem Rest der Welt? «Ich möchte diese Entscheidung auf den richtigen Moment vertagen. ...  
Titel Forum Teaser
Hillary Clinton: Reich und gesund.
Whitehouse Ehepaar Clinton: 140 Mio. Dollar in acht Jahren Washington - Die demokratische ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 13°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 10°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 13°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 15°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 16°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 14°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 16°C 27°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten