Obama fordert mehr europäische Truppen
publiziert: Freitag, 25. Jul 2008 / 20:11 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Jul 2008 / 08:28 Uhr

Paris/London - Nach seiner Rede in Berlin hat der demokratische US-Präsidentschaftsanwärter Barack Obama sein aussenpolitisches Profil bei einem Kurzbesuch in Paris weiter geschärft. Er sprach mit Präsident Nicolas Sarkozy über Afghanistan und den Iran.

«Warten Sie nicht auf den nächsten Präsidenten», fordert Obama den Iran zu Verhandlungen auf.
«Warten Sie nicht auf den nächsten Präsidenten», fordert Obama den Iran zu Verhandlungen auf.
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Der Iran solle im Streit um sein Atomprogramm mit dem Westen einlenken und nicht darauf warten, dass die USA ihren nächsten Präsidenten wählten, sagte Obama nach dem Treffen. Sonst werde der Druck auf die iranische Führung höchstens zunehmen.

Bei seinem Gespräch mit Sarkozy habe er den Franzosen auch für ihren «ausserordentlichen Einsatz» in Afghanistan gedankt. Obama forderte gleichzeitig mehr europäische Truppen für die Konfliktregion.

«Der Amerikaner mag die Franzosen»

Er bedankte sich beim französischen Präsidenten gleichzeitig für seine Haltung zu den USA. Der Staatschef habe mit vielen Vorurteilen über die Europäer aufgeräumt. «Der durchschnittliche Amerikaner mag die Franzosen glaube ich sehr gern», sagte der demokratische Senator, der tags zuvor eine grosse Rede in Berlin gehalten hatte.

Sarkozy sagte bei der gemeinsamen Pressekonferenz, seine Sicht stimme in vielen Dingen mit Obama überein. Er habe «leidenschaftlich» mit dem Demokraten diskutiert und warte «sehr ungeduldig» darauf, dass die USA im November ihren nächsten Präsidenten wählten.

Sarkozy einen Schritt vor

Er habe Senator Obama 2006 in Washington getroffen, als er selbst noch Innenminister gewesen sei, und er freue sich, ihn jetzt wiederzusehen, sagte Sarkozy. «Wir waren zu zweit im Büro, einer von uns ist Präsident geworden, der andere braucht bloss das Gleiche zu tun.»

Obama traf am Abend in London ein, wo er mit dem britischen Premierminister Gordon Brown dinierte. Auf Obamas Programm stehen für Samstag auch Gespräche mit Oppositionsführer David Cameron und dem früheren Premierminister Tony Blair, dem engsten Verbündeten von US-Präsident George W. Bush während des Irak-Krieges. London ist die letzte Station von Obamas Europareise, bevor er nach Chicago zurückfliegt.

(fest/sda)

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B - wie Barack?
Stellt euch mal vor, Bush und nicht Obama hätte ein grösseres Engagement der europäischen Partner im Irak und Afghanistan gefordert - eine Welle der Entrüstung wäre durch die Lande geschwappt. Obama hat das richtige Trikot an (als Demokrat spielt er ja bekanntlich links aussen :-), da vergibt man kleine Faux-pas leichter.
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