Obama ist neuer US-Präsident - Führungsanspruch betont
publiziert: Dienstag, 20. Jan 2009 / 17:51 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Jan 2009 / 21:19 Uhr

Washington - Vor Millionen begeisterten Menschen in Washington und Milliarden TV-Zuschauern rund um den Globus hat Barack Obama seinen Amtseid als 44. Präsident der USA abgelegt. 150 Jahre nach dem Ende der Sklaverei zieht erstmals ein schwarzer Präsident ins Weisse Haus ein.

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Barack ObamaBarack Obama
In einer kraftvollen und mitreissenden Rede auf den Stufen des Kapitols stimmte der selbstbewusst auftretende 47-Jährige seine Landsleute angesichts der Kriege in Irak und Afghanistan und der Wirtschaftskrise auf schwere Zeiten ein.

Doch liess er keinen Zweifel daran, dass die Amerikaner unter seiner Führung die Herausforderungen meistern werden. «Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind ernsthaft und sie sind zahlreich», sagte Obama. «Sie werden nicht leicht oder kurzfristig zu meistern sein. Aber wisse, Amerika: Wir werden sie meistern.»

Obama kündigte an, die USA in eine neue Ära des Friedens zu führen. «Wir weisen die Wahl zwischen Sicherheit und unseren Idealen zurück», sagte er. Amerikas Ideale leuchteten noch immer in der Welt. Gegenüber der muslimischen Welt kündigte er einen «neuen Weg nach vorne» an, der begründet sei auch «gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt».

«So wahr mir Gott helfe»

Unmittelbar vor seiner Antrittsrede hatte der fünftjüngste Präsident in der US-Geschichte seinen Amtseid auf die Bibel seines Idols und Vorgängers Abraham Lincoln abgelegt, der 1863 die Abschaffung der Sklaverei verkündet hatte.

Obama hob die rechte Hand zum Schwur und sprach die Eidesformel: «Ich, Barack Hussein Obama, schwöre feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will. So wahr mir Gott helfe.»

Zuvor legte Joe Biden seinen Amtseid als neuer Vizepräsident der USA abgelegt. Biden ist ein respektierter Experte für Aussenpolitik, ein für Witz und Schlagfertigkeit gefürchteter Redner. Als Vizepräsident ist Biden «nur einen Herzschlag entfernt von der Präsidentschaft»: Der 66-Jährige wird automatisch ins Präsidentenamt aufrücken, falls dem Amtsinhaber etwas zustösst.

Schon Stunden vor der historischen Amtseinführung des Nachfolgers von George W. Bush auf den Stufen des Kapitols hatten sich Hunderttausende begeisterte Menschen vor dem Parlamentsgebäude versammelt.

(smw/sda)

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