Obama überprüft Terrorlisten
publiziert: Dienstag, 5. Jan 2010 / 22:12 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Jan 2010 / 22:45 Uhr

Washington - Nach zahlreichen Pannen bei einem vereitelten Attentat auf ein US-Passagierflugzeug hat Präsident Barack Obama die Chefs seiner Geheim- und Sicherheitsdienste ins Kreuzverhör genommen.

Obama hatte den Sicherheitsdiensten schwere Versäumnisse vorgeworfen und auch personelle Folgen angekündigt. (Archivbild)
Obama hatte den Sicherheitsdiensten schwere Versäumnisse vorgeworfen und auch personelle Folgen angekündigt. (Archivbild)
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Bei dem sogenannten Sicherheits-Gipfel im Weissen Haus wollte Obama Konsequenzen aus den Sicherheitsmängeln im Vorfeld der Beinahe-Katastrophe bei Detroit ziehen. Zu dem Treffen waren 20 Chefs der verschiedenen amerikanischen Sicherheitsbehörden geladen.

Der Präsident hat Fragen

«Der Präsident hat eine Reihe von Fragen dazu, wie der Versuch eines Bombenanschlags überhaupt so weit gedeihen konnte», sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs vor dem Treffen in Washington.

Dabei sollen besonders die Schwachstellen in der Zusammenarbeit der verschiedenen Sicherheitsbehörden aufgedeckt werden. Nach Meinung Obamas handelte es sich dabei um eine «Mischung aus menschlichen Fehlern und Systemfehlern».

Erwartungen gedämpft

Obama wollte sich nach dem Treffen selbst öffentlich äussern. Sein Sprecher Gibbs dämpfte jedoch zu grosse Erwartungen. Der Präsident werde allenfalls einen Zeitrahmen für zusätzliche Sicherheitsmassnahmen bekanntgeben und bisherige Konsequenzen erörtern.

Am Montag hatte die amerikanische Transportsicherheitsbehörde TSA striktere Kontrollen für alle Flugreisenden in die USA eingeführt. Sie müssen sich unter anderem auf stichprobenartige Kontrollen des Handgepäcks gefasst machen. Passagiere aus 14 Ländern, die im Verdacht stehen, Terroristen zu beherbergen, werden ohne Ausnahme kontrolliert und abgetastet.

Obama will Änderungen bei den Terrorlisten

Obama will möglicherweise Änderungen für Listen von Terrorverdächtigen herbeiführen. Auch der «Detroit-Bomber» Umar Farouk Abdulmutallab war auf einer solchen Liste registriert - zusammen mit rund einer halben Million anderer Verdächtiger.

Obama kritisierte, dass Abdulmuttallab nach den vorliegenden Hinweisen niemals ein US-Flugzeug hätte betreten dürfen. Unter anderem hatte der Vater von Abdulmutallab die US-Botschaft in Nigeria und den Geheimdienst CIA vor der islamistischen Radikalisierung seines Sohnes gewarnt.

(fest/sda)

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