Obama und Clinton: Ein Dream-Team?
publiziert: Freitag, 8. Mai 2009 / 14:09 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Mai 2009 / 14:40 Uhr

Denken Sie an all die Probleme, denen sich der amerikanische Präsident momentan stellen muss: Die Wirtschaftskrise, zwei Kriege, die Piraten in Somalia und die Schweinegrippe.

Präsident Barack Obama mit seiner Aussenministerin Hillary Clinton.
Präsident Barack Obama mit seiner Aussenministerin Hillary Clinton.
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CNN International

edition.cnn.com/POLITICS

Dabei vergisst man leicht das Problem, das gerade verschwunden ist: Hillary Clinton, die «buchstäblich» verschwunden ist, um als amerikanische Top-Diplomatin in die Schweiz, nach Südkorea, Irland und Indonesien und andere Stopps dazwischen zu reisen.

Sie arbeitet immer noch in Washington, aber in einer Position, die viele von uns nicht erwartet hätten.

Erinnern Sie sich zurück: Obama und Clinton haben lange gegeneinander um die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei gekämpft.

Es war ein erbitterter Kampf, der die Demokraten in zwei Lager hätte teilen können und der ihnen womöglich den Wahlsieg gekostet hätte.

Natürlich hat Obama gewonnen und das Land in Erstaunen versetzt, in dem er Clinton zur Aussenministerin ernannte. Damit steht sie in einer Reihe mit erfahrenen Politikern, wie zum Beispiel Vizepräsident Joe Biden.

Es stellt sich die Frage, ob das «Team of Rivals», das Rivalenteam Obama-Clinton eine erfolgreiche Kooperation eingegangen ist: Bis jetzt sieht es sehr erfolgversprechend aus.

Juristin, First Lady, Senatorin und jetzt Aussenministerin

Clinton hatte schon einige Positionen inne, sie war Juristin, First Lady und Senatorin. Jetzt ist sie das Vorzeigemodell einer loyalen Kabinettsabgeordneten und beschäftigten Diplomatin. Clinton hat ein schwaches Profil, das teilweise auch ein Produkt der Zeit ist.

Momentan steht die Finanzkrise an erster Stelle der amerikanischen Politik. Danach kommen wahrscheinlich Irak und Afghanistan. Amerika interessiert sich nur für Themen bei denen es um Geld oder schwere Körperverletzung geht.

Nicht die einzige Clinton, die ruhiger geworden

Hillary ist nicht die einzige Clinton, die ruhiger geworden ist. Bill Clinton ist zwar nach wie vor eine der bekanntesten Figuren in der amerikanischen Politik, aber in letzter Zeit hört man kaum von ihm. Er hat seine Position nicht an Hillary abgegeben, sondern beide sind aus dem Rampenlicht verschwunden - zu Gunsten Obamas.

Warum? Zwei Jahrzehnte lang war immer einer der Clintons entweder im Präsidentschaftswahlkampf oder im Präsidentenamt. Momentan ist das keiner von beiden. Hillary verkündet jedoch öffentlich, dass sie ihren neuen Job liebt.

Auch wenn sie immer noch Präsidentin von Amerika sein möchte, in der nahen Zukunft hat Obama diesen Job.

Jonathan Mann - POLITICAL MANN
Dieser Text stammt von Jonathan Mann, Moderator und Journalist bei CNN International. Er moderiert das wöchentliche Politmagazin «Political Mann» auf CNN International. Der Text steht in der Schweiz exklusiv für news.ch zur Verfügung.

(Kolumne von Jonathan Mann/CNN-News)

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