USA - Israel
Obama und Netanjahu bekräftigen starkes Bündnis zwischen Ländern
publiziert: Montag, 9. Nov 2015 / 18:47 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Nov 2015 / 21:27 Uhr

Washington - Nach ihrem heftigen Streit über das Atomabkommen mit dem Iran haben US-Präsident Barack Obama und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bei einem Treffen in Washington die Bedeutung der Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorgehoben.

1 Meldung im Zusammenhang
Netanjahus Besuch zeige die «ausserordentliche» Verbindung zwischen den USA und Israel, sagte Obama zu Beginn des Gesprächs am Montag im Weissen Haus. Die Sicherheit Israels sei eine seiner obersten aussenpolitischen Prioritäten. Allerdings sei es kein Geheimnis, dass beide Regierungen beim Iran-Deal «starke Meinungsverschiedenheiten» hätten.

Auch Netanjahu bezeichnete das Bündnis zwischen den USA und Israel als stark. Im Konflikt mit den Palästinensern erklärte der israelische Regierungschef seine grundsätzliche Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung.

«Ich bleibe einer Vision des Friedens von zwei Staaten für zwei Völker verpflichtet - ein entmilitarisierter palästinensischer Staat, der den jüdischen Staat anerkennt», sagte er. Zugleich hob Netanjahu die Entschlossenheit Israels hervor, sich gegen «Terror und Zerstörung» zu verteidigen.

«Pflicht zur Selbstverteidigung»

Angesichts der jüngsten Welle von Attentaten radikaler Palästinenser auf israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte machte Obama deutlich, dass Israel «nicht nur das Recht, sondern die Pflicht» zur Selbstverteidigung habe. «Ich möchte sehr klar sagen, dass wir die palästinensische Gewalt gegen unschuldige israelische Zivilisten auf das Schärfste verurteilen», sagte er.

Seit Anfang Oktober ist die Lage im Westjordanland und in Jerusalem äussert angespannt, es gab bereits dutzende Messerattacken von Palästinensern auf Israelis. Insgesamt wurden bei den Anschlägen bislang zehn Israelis getötet. Im Zuge der Unruhen, die sich auch auf das Grenzgebiet zum Gazastreifen ausdehnten, starben im gleichen Zeitraum mehr als 70 Palästinenser und ein arabischer Israeli.

Aufstockung der Militärhilfe

Bei den Gesprächen im Weissen Haus ging es unter anderem um eine Aufstockung der milliardenschweren US-Militärhilfe für Israel. Netanjahu dankte den Vereinigten Staaten für die «grosszügige» Unterstützung. Ausserdem sprach er Obama persönlich seinen Dank für dessen Engagement für Israels Sicherheit aus. Ein 2017 auslaufendes zehnjähriges Militärabkommen sicherte dem Land US-Hilfen in einer Gesamthöhe von 31 Milliarden Dollar; für den 2018 beginnenden Zehnjahreszeitraum hoffen die Israelis auf mehr als 40 Milliarden Dollar.

Damit könnten sie das Raketenabwehrsystem «Eiserne Kuppel» ausbauen und in den USA weitaus mehr als die bereits bestellten 33 Tarnkappen-Kampfflugzeuge vom Typ F-35 kaufen. Auf der Einkaufsliste stehen auch Präzisionswaffen und V-22 Ospreys, Flugzeuge mit vertikaler Start- und Landefähigkeit. Netanjahu sagte am Montag, es gehe darum, dass Israel seinen militärischen Vorsprung in der Region behalte, um sich gegen jede Bedrohung verteidigen zu können.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Jerusalem - Nachdem sie bei einer ... mehr lesen
Israels Präsident Benjamin Netanjahu musste seinen Hund für zehn Tage von der Öffentlichkeit fern halten. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ... mehr lesen  
Avigdor Lieberman.
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann ... mehr lesen   2
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass bewölkt, etwas Regen
Basel 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 10°C 16°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass stark bewölkt, Regen
Bern 10°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 13°C 19°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass stark bewölkt, Regen
Genf 12°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 14°C 17°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten