Es geht den USA momentan wie es General Motors vor einiger Zeit gegangen ist: Man ist zwar noch die grösste Macht am Markt, aber die Abnehmer wenden sich allmählich von den angebotenen Produkten ab, da sie nicht mehr attraktiv und zeitgemäss scheinen, während Konkurrenten ohne Hemmungen Marktanteile wegschnappen. Die Marke «USA» hat böse Kratzer abbekommen.
Die Parallelen gehen weiter: Ex-Präsident Bush und Ex-GM-Chef Rick Wagoner verfolgten ähnliche Taktiken beim Versuch, Terrain zu halten oder gar zurück zu gewinnen. Wagoner ruinierte GM, indem er Autos, für die es keinen Markt mehr gab, mit Verlust bringenden Rabatten verscheuerte. Bush versuchte, seinen Einfluss auf die Welt mit militärischer Macht ohne Verständnis jener, die er zu beglücken trachtete, zu etablieren.
Der Triumph der US-Ideologie nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht zuletzt auf die mit den USA verbundenen positiven Assoziationen zurück zu führen. Das Produkt Amerika war attraktiv und anziehend. Mit dem Land verbündet zu sein, barg das Versprechen, irgendwann auch in einer chromglänzenden Glitzerwelt zu leben.
Doch dieses Begehren ist - genau so wie der Status eines Cadillac als Traumauto - längst untergegangen. Stattdessen herrscht gegenüber den USA ein generelles Unbehagen, gilt das Land als aggressiv, finanziell marode, Heimat der Weltwirtschaftskrise und teil-autistisch, wenn es um die Befindlichkeiten anderer Länder und Kulturkreise geht.
Diese Marke muss Obama nun wieder auf dem Weltmarkt der Politik aufstellen, will er nicht, dass den USA die Felle davon schwimmen. Und ein entscheidender Ort für diese Polit-Marketing-Offensive ist der Nahe Osten. Hier kommen die erbittertesten Feinde der USA her, hier sind die USA zusammen mit Verbündeten in die meisten Konflikte verwickelt, hier hat George W. Bush am meisten Geschirr zerschlagen.
Wie umkämpft dieser Politmarkt ist, zeigt sich schon daran, dass Osama bin Laden, seines Zeichens Nischenanbieter in Sachen Politik und Terror, sich im Vorfeld von Obamas Rede in Kairo genötigt sah, sich per Video-Botschaft zu Wort zu melden. Der Inhalt war keine Überraschung, aber schon die Tatsache, dass Bin Laden sich meldete, zeigt, dass er Obama gewisse Erfolgschancen einräumt.
Und hier beginnt eben auch der grosse Unterschied zu General Motors. Obama kann, wie er das auch schon im Zusammenhang mit Guantanamo schmerzhaft feststellen musste, nicht einfach neu anfangen. Während der Autoriese in die Insolvenz geht und seine schlechten Marken nach China und sonst wohin verhökert, kann Obama nicht einfach seine Krisenherde abstossen oder aufgeben.
Der erste Eiertanz dürfte das Etablieren einer neuen Beziehung mit der arabischen Welt sein, ohne Israel allzu sehr auf die Zehen zu treten. Als nächstes muss er, ohne das Gesicht zu verlieren, irgendwie an die Iraner ran kommen, um diese von der A-Bombe abzubringen. Danach muss das - schon seit dem Abtritt von Bush - wesentlich entspanntere Verhältnis mit Europa neu aufgegleist und im Fernen Osten der irre Kim mit seiner Bombe zur Raison gebracht werden. Und dies alles vor dem Hintergrund einer globalen Rezession.
Doch wie überall fängt der Wandel auch hier in den Köpfen an und Obama könnte es schaffen, den USA wenigstens etwas von jenem Glanz zurück zu geben, etwas von jener Aura, die diese grossartige Idee einer Nation einst so anziehend gemacht hat. Wenn er das schafft, dann ist ihm fast alles zuzutrauen: Vielleicht kann er sogar Chevrolet wieder zu einem guten Namen verhelfen.
(von Patrik Etschmayer/news.ch)
Church bringt dann in seinen Ausführungen eine Sehweise ins Spiel, die in der Christenheit bekannt, aber recht umstritten ist. Jüdische, außerbiblische Schriften sprechen davon, dass der Antichrist einen Vater aus dem Stamme Juda und eine Mutter aus dem Stamme Dan haben wird, der in der Bibel nur einige wenige Male erwähnt wird. Church behauptet nun - und belegt dies mit Aussagen aus Schriften der Antike -, dass es eine Verbindung zwischen dem Stamm Dan und den europäischen Adelshäusern gebe. So schreibe beispielsweise Homer (lebte Ende des 8. Jahrhunderts vor Chr.) in seinem Epos Ilias, dass die Spartaner früher Danaer genannt worden seien. Sollte dies zutreffen, was Church skizziert, dann könnte Obama tatsächlich eine verwandtschaftliche Beziehung über seine Vorfahren in den europäischen Adelshäusern zum israelitischen Stamme Dan haben. Über seinen kenianischen Vater könnte eine Verbindung zum Stamme Juda bestehen. Genetische Forschungen haben nämlich ergeben, dass die afrikanischen Juden tatsächlich vom Stamm Juda abstammen.
Ganz gesichert ist, dass Obamas Frau Michelle eindeutige jüdische Wurzeln hat. Frau Obama ist verwandt mit Rabbi Capers Funnye, einem der prominentesten schwarzen Rabbis in den USA. Er und Michelle Obama sind Cousin/Cousine. Funnyes Mutter und Michelle Obamas Großvater väterlicherseits waren Bruder und Schwester.
Wie immer man die Blutlinien-Theorie bewerten mag, Fakt ist, dass es mittlerweile über eine Million Einträge im Internet gibt, die sich mit dem Thema „Obama als Antichrist" befassen. Was drückt dieses Phänomen aus?
Dr. Church ist der Ansicht, dass Obama noch nicht der Antichrist sein kann (was er aber nicht näher begründet) - gleichwohl könne dies ein US-Präsident irgendwann einmal sein, versichert er.
Islamische Stimmen bejubeln Obama
Louis Farrakhan, afro-amerikanischer Führer der Bewegung „Nation des Islam" in den USA, sagte nach der Wahl von Barack Hussein Obama: „Sie [B. H. Obama] sind das Instrument, dass Allah benutzen wird, um einen universellen Wandel hervorzubringen." Weiter äußerte sich Farrakhan über Obama: „Dies ist ein Zeichen. Wenn der Messias spricht, wird die Jugend zuhören. Und der Messias ist absolut hier." Ahmed Yousef, politischer Berater des Chefs der Terror-Organisation Hamas, sagte nach der Wahl Obamas: „Wir glauben, dass die Wahl von Senator Obama ein historischer Gewinn für die Welt ist und eine Gelegenheit, die US-Außenpolitik in Richtung einer neuen Einstellung mit Amerikas Feinden zu ändern." Auch Irans Präsident Ahmadinedschad meldete sich zu Wort: „Ich gratuliere Ihnen [Obama] dazu, dass Sie die Wahl gewonnen haben. Sie wissen, dass die Chancen, die Allah den Menschen verleiht, kurzlebig sind. Ich hoffe, Sie machen das Beste aus dieser Möglichkeit ..."
© TOPIC-Verlag Ausgabe 2009
Obama hatte sich schon in der Vergangenheit klar für den Mord an Ungeborenen ausgesprochen. Dabei befürwortete er sogar schrecklichste Mordprozeduren. So versuchte er als Senator des US-Bundesstaates Illinois ein Gesetz zu blockieren, das vorsah, Kinder, die trotz Abtreibungsmethoden lebendig geboren wurden, zu schützen. Bis dahin war es in Illinois üblich, diese lebendigen Neugeborenen auf einen kalten Metalltisch zu legen und dann im Dunklen sterben zu lassen. Als das „Gesetz zum Schutz lebendgeborener Kinder" am 13.03.2003 nach mehreren Anläufen wieder zur Abstimmung stand, stimmte Obama mit seinen fünf demokratischen Senatoren Kollegen dagegen. Damit war das Gesetzesvorhaben wiederum gescheitert. Dass Obama dem Mord am ungeborenen Leben weiter freie Bahn schaffen wird, belegen auch die Berufungen in sein Regierungsteam. So ist Ellen Moran, Obamas Kommunikationschefin, eine klare Befürworterin der Abtreibung. Ebenso der Stabschef Rahm Emanuel und der Gesundheitsminister Tom Daschle.
Als der Vatikan nur wenige Tage nach der Vereidigung Obamas die neue US-Abtreibungspolitik kritisierte, reagierte Obama ziemlich barsch: „Ich habe keine Absicht, diese veraltete und fruchtlose Debatte fortzusetzen." Zugleich rief Obama den Kongress auf, US-Finanzhilfen an Organisationen der UN-Familienplanung, die beim Mord an Ungeborenen weltweit logistische Hilfe leisten, wieder zu bewilligen. Reagan und George Bush hatten die Gelder gestoppt.
Aber auch in einem anderen Bereich will Obama eine klare Wende einleiten. Unter der Überschrift „Unterstützung für die Gemeinschaft der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen" kündigt das Weiße Haus auch Maßnahmen zur Gleichberechtigung dieser Personen an. Präsident Obama wolle unter anderem das Gesetz zur Verteidigung der Ehe rückgängig machen. Es war 1996 von Präsident Bill Clinton in Kraft setzt worden und gibt einzelnen Bundesstaaten die Möglichkeit, „Homo-Ehen", die in anderen US-Staaten gelten, nicht anzuerkennen. Außerdem darf nach dem Gesetz die Bundesregierung „Homo-Ehen" nicht anerkennen. Dem Weißen Haus zufolge wendet sich Obama gegen ein verfassungsmäßiges Verbot von „Homo-Ehen" und unterstützt eingetragene homosexuelle Lebensgemeinschaften. Sie müssten die gleichen Rechte erhalten wie Ehen. Eine „geistliche" Unterstützung dabei erhält der neue US-Präsident vom schwulen anglikanischen Bischof Gene Robinson. Er vertritt die Position, dass praktizierte Homosexualität als Teil des christlichen Lebens zu akzeptieren sei. Obama ernannte Robinson zu seinem geistlichen Berater. Besonders heikel für Christen könnte ein anderes Vorhaben von Obama werden. Der neue US-Präsident will auch Gesetze gegen Hasspredigten verstärken, die für Diskriminierung wegen Rasse, Hautfarbe, sexueller Orientierung, Geschlecht oder Behinderung geeignet sein könnten. Schon jetzt können Kritiker von Lesben und Schwulen in einigen Bundesstaaten der USA scharf bestraft werden. Eine weitere Verschärfung dürfte dann jegliche kritische Meinungsäußerung als Diskriminierung brandmarken.
TOPIC-Verlag Ausgabe Februar 2009
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