Oberstes US-Gericht bewilligt Sterbehilfe
publiziert: Dienstag, 17. Jan 2006 / 20:31 Uhr

Washington - Die Befürworter der Sterbehilfe in den USA können einen grossen juristischen Erfolg verbuchen.

Das Oberste Gericht zu dem Schluss, dass die Bundesregierung den Ärzten in Oregon nicht verbieten dürfe, Medikamente zu verschreiben, die zum Tode führen.
Das Oberste Gericht zu dem Schluss, dass die Bundesregierung den Ärzten in Oregon nicht verbieten dürfe, Medikamente zu verschreiben, die zum Tode führen.
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Das Oberste Gericht in Washington billigte ein Gesetz des Westküsten-Staats Oregon, das die Sterbehilfe unter strikten Auflagen zulässt. Das entsprechende Urteil wurde veröffentlicht.

Justizminister Alberto Gonzales hatte vor dem Gericht beantragt, das Gesetz zu kippen. Oregon ist bislang der einzige der 50 US-Staaten, in dem die Sterbehilfe legal ist. Andere Staaten hatten jedoch angekündigt, die Regelungen aus Oregon zu übernehmen, sollten sie vom Supreme Court abgesegnet werden.

In seinem mit sechs gegen drei Stimmen gefällten Urteil kam das Oberste Gericht zu dem Schluss, dass die Bundesregierung den Ärzten in Oregon nicht verbieten dürfe, Medikamente zu verschreiben, die zum Tode führen.

Das seit 1997 geltende Gesetz sieht vor, dass der Patient seinen Todeswunsch zwei Mal mündlich und einmal schriftlich vorgebracht haben muss. Ausserdem müssen mindestens zwei Ärzte zu dem Schluss gekommen sein, dass die Lebenserwartung des Patienten unter sechs Monaten liegt.

Das Gesetz war von den Bürgern in dem Westküstenstaat in zwei Volksabstimmungen gebilligt worden. Die Regierung von Präsident George W. Bush bemüht sich seit fünf Jahren mit Unterstützung zahlreicher religiöser Gruppierungen darum, das Gesetz zu annullieren.

(smw/sda)

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