Observatorium Alpentransit: Standort unsicher
publiziert: Dienstag, 14. Dez 2004 / 08:23 Uhr

Bern/Brüssel - Das Observatorium zur Überwachung des Alpentransits, das die EU und die Schweiz seit langem realisieren wollen, ist nicht mehr an den Standort Neuenburg gebunden. Das bestätigte das Bundesamt für Verkehr nach der Sitzung des Gemischten Ausschusses.

Das Observatorium soll den Auto- wie Schienenverkehr im EU-Alptransit überwachen und koordinieren.
Das Observatorium soll den Auto- wie Schienenverkehr im EU-Alptransit überwachen und koordinieren.
Der Gemischte Landverkehrsausschuss traf sich am Montag in Bern zum 6. Mal. Die Diskussion zwischen den Vertretern der EU und der Schweiz drehte sich primär um die Schaffung des Observatoriums für den Strassen- und den Eisenbahnverkehr sowie für den kombinierten Verkehr im Alpenraum.

Das Observatorium sollte das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen begleiten. Davide Demicheli, Sprecher des Bundesamtes für Verkehr (BAV) sprach von Verzögerungen. Zudem sagte er, das Observatorium sei "nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden". Bis anhin war immer von Neuenburg als Standort die Rede.

Auch wenn dieser Standort weiterhin nicht ausgeschlossen sei, wie Demicheli sagte, scheinen Bern und Brüssel ihre Überlegungen in andere Richtungen zu lenken. Anfang 2005 soll eine Arbeitsgruppe gebildet, anschliessend ein externer Berater ausgewählt werden. Das Observatorium werde kaum vor 2006 in Betrieb genommen werden, ergänzte Demicheli.

Neben dem Observatorium diskutierten die Experten die künftige Übernahme der Schweiz des ersten und zweiten Bahnpakets der EU. Diese bringen im Wesentlichen eine weitere Öffnung des Marktes im Güterverkehr und sollen die technischen Vereinbarkeiten sowie verbesserte Sicherheit gewährleisten.

(fest/sda)

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