Occupy WEF und Armee zeigen sich zufrieden
Occupy WEF und Armee ziehen positive Bilanz
publiziert: Sonntag, 29. Jan 2012 / 20:50 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 29. Jan 2012 / 21:06 Uhr
Juso-Vorsitzender David Roth ist zufrieden.
Juso-Vorsitzender David Roth ist zufrieden.

Davos GR - Ballons und Brüste statt Pflastersteine und Tränengas. Der Protest gegen das WEF 2012 war friedlich, originell und vor allem aufsehenerregend. Juso-Präsident David Roth, der das Iglu-Camp von Occupy WEF mit organisiert hat, zieht nach einer Woche in Davos eine durchwegs positive Bilanz. Auch die Schweizer Armee zeigte sich mit ihrem Einsatz zufrieden.

3 Meldungen im Zusammenhang
«Wir haben mit dem Camp einen sehr starken Gegenpol gesetzt zum WEF», sagte er am Sonntag der Nachrichtenagentur sda. Das Iglu-Dorf sei auch mehr als bloss ein Disneyland gewesen. «Ich glaube, es ist uns gut gelungen, unsere Botschaft zu vermitteln», sagte Roth.

Dafür haben in erster Linie ausländische TV-Sender und internationale Nachrichtenagenturen gesorgt. Fernsehstationen aus aller Welt berichteten über Tage hinweg aus dem Occupy-Camp. Wo immer das Häuflein Aktivistinnen und Aktivisten Ballons aufsteigen liess oder Einlass ins Kongresszentrum verlangte, waren die Kameras dabei. «Wir tun den ganzen Tag nichts anderes, als Interviews geben», sagte ein Medienverantwortlicher im Camp zur sda.

Aber nicht nur die Bilder, auch die Botschaften von Occupy WEF gingen um die Welt. Associated Press und Reuters verbreiteten deren Manifeste jeweils praktisch im Wortlaut, und Stunden später fanden sich die Erklärungen der WEF-Gegner auf Hunderten von News-Seiten rund um den Globus. Das hatte auch Roth nicht unbedingt erwartet: «Es hat mich überrascht, wie unverfälscht die das verbreitet haben.»

Armee zufrieden mit ihrem Einsatz am WEF

Auch die Schweizer Armee zeigte sich zufrieden mit ihrem diesjährigen Einsatz am WEF. Der Assistenzdiensteinsatz sei reibungslos und ohne gravierende Zwischen- und Unfälle verlaufen, teilte sie am Sonntag mit.

Die grossen Schneemengen hätten beim Aufbau der Infrastruktur eine Herausforderung dargestellt, die Auftragserfüllung während des Jahrestreffens des WEF aber in keiner Weise behindert. Die Luftwaffe habe neun Regelwidrigkeiten im eingeschränkten Luftraum verzeichnet und eine weitere über österreichischem Staatsgebiet, so die Armee.

Neben Überwachungsflügen und Lufttransporten von Personen habe die Luftwaffe während des WEF in der Umgebung von Davos auch zwei Rettungseinsätze für die Rega durchgeführt. Inklusive Bodentruppen, die den Kanton Graubünden bei der Bewachung von Infrastruktureinrichtungen und in logistischen Belangen unterstützten, standen im Zusammenhang mit dem WEF nach Armeeangaben rund 3000 Militärangehörige im Einsatz.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Davos - Nachdem vor einem Jahr die Wirtschaftselite am Weltwirtschaftsforum (WEF) wegen der Konjunkturerholung mit ... mehr lesen
Das schrittweise Vorwärtsstolpern der Europäer vermochte kaum jemandem am WEF verloren gegangenes Vertrauen wiedereinzuflössen.
Davos - Die Bündner Behörden haben am Samstagabend in Davos kurz vor Ende des WEF ein positives Fazit gezogen. Relevante Probleme habe es nicht gegeben. Den Gegnern des Weltwirtschaftsforums stellen die Behörden ein positives Zeugnis aus. mehr lesen 
JUSO-Präsident David Roth. (Archivbild)
Davos - Die «Occupy WEF»-Bewegung hat am Samstagnachmittag mit einer bewilligten Kundgebung ihre WEF-kritischen ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Bundespräsident Schneider-Ammann traf in Davos den französischen Premierminister Manuel Valls, EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und EU-Forschungskommissar Carlos Moedas.
Bundespräsident Schneider-Ammann traf in Davos den französischen ...
Keine Zugeständnisse aus Brüssel  Bern - Der Bundesrat hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) für eine Charme-Offensive bei den EU-Ländern genutzt. Mehr konnte er in Davos gar nicht tun. So lange die Probleme mit Grossbritannien nicht gelöst sind, wird Brüssel der Schweiz keine Zugeständnisse machen. 
Wirtschafts- und Bildungsminister Johann Schneider-Ammann sei im «höchsten Grade» daran interessiert, die Teilnahme an «Horizon 2020» zu retten.
Schneider-Ammann will «Horizon 2020»-Beteiligung retten Bern - Wirtschafts- und Bildungsminister Johann Schneider-Ammann denkt laut darüber nach, wie sich die Beteiligung ...
WEF 2016  Zürich - Rund 250 Menschen haben am Samstagnachmittag in der Stadt Zug gegen das ...  
Die Polizei ging aktiv gegen die Demonstranten vor. (Symbolbild)
Das WEF 2016 verlief ruhig ab.
WEF 2016 verlief ruhig  Davos GR - Die Bündner Behörden ziehen ein positives Fazit des ...  
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 730
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 730
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
  • Pacino aus Brittnau 730
    Weltweiter Rechtsrutsch . . . . . . weil es die Grünen und die Linken mit ihrer endlosen ... Mo, 30.05.16 13:29
 
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/home_col_3_1_4all.aspx?adrubIDs=405