Öl-Konzerne kehren in den Irak zurück
publiziert: Sonntag, 22. Jun 2008 / 11:29 Uhr

Bagdad - Die irakische Regierung steht kurz vor einer Einigung mit westlichen Öl-Konzernen, die Förderung von Erdöl im Irak wieder aufzunehmen.

Der Irak hat die drittgrössten Ölreserven der Welt.
Der Irak hat die drittgrössten Ölreserven der Welt.
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Nach der Enteignung der Bohrkonzessionen durch Diktator Saddam Hussein 1975 und dem Einbruch der Ölförderung aufgrund des Einmarsches der US-Armee 2003 sollen die Konzerne noch im Sommer in den Irak zurückkehren.

Die dortige Regierung ist in Verhandlungen mit Shell, Exxon Mobil, Total und Chevron, wie das Handelsblatt berichtet. Informationen der «New York Times» zufolge sollen erste Vorverträge bereits am Montag kommender Woche unterzeichnet werden.

Die vier Öl-Giganten hätten sich damit in einem Rennen unter 120 Bewerbern durchgesetzt, die sich für die Konzessionen interessierten.

Preise werden vorerst nicht sinken

«Zusätzliche Ölförderungen im Irak sind durchaus geeignet, um dem Ölpreis Spielraum zu nehmen», meint Michael Blumenroth, Rohstoffhändler bei der Deutschen Bank.

In den kommenden Wochen sei jedoch keine generelle Erholung der Preisentwicklung zu erwarten. Der Ölpreis würde im Sommer angesichts der bevorstehenden Urlaubssaison ohnehin von der höheren Nachfrage hochgehalten.

«Momentan ist der Markt noch zu ängstlich, als dass eine Entspannung in Sicht wäre. Langfristig hat die Nutzung der Ölvorkommen im Irak aber durchaus das Potenzial, den Preis um zehn bis 20 Dollar zu drücken», prognostiziert der Experte.

Bezahlung noch unklar

Als jenes Land mit den drittgrössten Ölreserven der Welt nimmt der Irak eine gewichtige Rolle in der Ölpreispolitik ein. Vorkommen in Höhe von 115 Mrd. Barrel seien bereits entdeckt. Darüber hinaus werden zusätzliche 100 Mrd. Barrel im Irak vermutet.

In den kommenden Jahren soll die Förderung der vier Konzerne auf vier Mio. Barrel pro Tag gesteigert werden. Ausländischen Investoren wird der Zugang zu vier Ölfeldern eröffnet. Bis Ende des Jahres soll die neue Ölgesetzgebung der irakischen Regierung in Kraft treten.

Über die Art der Bezahlung für die nötigen Konzessionen seien die Verhandlungspartner jedoch noch uneinig. Während der irakische Ölminister Hussain el Shahristani die Konzessionen in bar beglichen haben möchte, würden die Konzerne Öllieferungen als Bezahlungsmittel bevorzugen.

(rr/pte)

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