Ölkatastrophe in Frankreich: Umweltschützer wollen klagen
publiziert: Sonntag, 9. Aug 2009 / 08:36 Uhr

Marseille - Nach der Verschmutzung eines südfranzösischen Naturschutzgebietes durch 4000 Kubikmeter Öl aus einer Pipeline wollen Umweltschützer Klage einreichen. Gegen die Betreiber der Pipeline wurden unterdessen Ermittlungen eingeleitet.

Das Ök verseuchte eine Fläche von zwei Hektar. (Symbolbild)
Das Ök verseuchte eine Fläche von zwei Hektar. (Symbolbild)
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Der örtliche Vogelschutzverband LPO bezeichnete den Vorfall in dem Reservat Coussouls de Crau am Samstag als «Umweltverbrechen», das nicht unbestraft bleiben dürfe. Sobald das Ausmass des Schadens klar sei, werde die LPO Klage einreichen, sagte der Chef der regionalen LPO-Gruppe, Benjamin Kabouche.

Das Öl war am Freitag aus einer Pipeline ausgelaufen. Es verseuchte eine Fläche von zwei Hektar. In dem Naturschutzgebiet östlich von Arles leben zahlreiche Arten, die aus afrikanischen Steppengebieten dorthin gelangten, darunter seltene Vögel und Heuschrecken.

Ermittlungen gegen den Betreiber der Pipeline

Die Umweltorganisation Greenpeace forderte nach dem Vorfall verbesserte Sicherheitsmassnahmen besonders in Küstennähe. Die Behörden des Départements Bouches-du-Rhône kündigten ein ökologisches Gutachten an, um die Folgen der Ölverseuchung für Boden, Flora und Fauna des Naturparks zu untersuchen.

Die Staatsanwaltschaft in Tarascon leitete Ermittlungen gegen die Betreiber der Pipeline ein. Durch die 1971 errichtete Leitung wird Rohöl nach Reichstett im Elsass, nach Karlsruhe und nach Cressier in der Schweiz gepumpt. Die Gesamtstrecke von Fos-sur-Mer bei Marseille bis Karlsruhe ist 769 Kilometer lang.

(fkl/sda)

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