Österreich: 170 Menschen sterben im Feuer einer Bergbahn
publiziert: Samstag, 11. Nov 2000 / 18:10 Uhr

Wien - Beim Brand der Gletscherbahn auf dem österreichischen Kitzsteinhorn sind rund 170 Personen ums Leben gekommen. Es dürfte sich vor allem um jugendliche Snowboarder handeln. Die Identifizierung der Toten kann mehrere Tage dauern. Das berichteten die Rettungsmannschaften in Kaprun.

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Acht Personen, die im hintersten Wagen mitgefahren waren, konnten sich in Sicherheit bringen. Sie hatten es geschafft, ein Fenster einzutreten. Alle anderen Insassen des vollbesetzten Zugs sind wahrscheinlich tot. Bisher wurden drei Leichen geborgen. In der Bergstation der Seilbahn kamen durch den Rauch drei weitere Menschen ums Leben.

Der Brand war etwa 600 Meter nach Einfahrt in den Berg ausgebrochen. Die Bahn kam automatisch zum Stehen.

Die Leichen könnten wegen der grossen Hitze nur schwer geortet werden. Die Polizei befragte alle Skifahrer, die am Samstag vor dem Unglück auf den Gletscher gekommen waren, um Anhaltspunkte zu bekommen.

Zur Nationalität der Opfer am Kitzsteinhorn-Gletscher war bis am Abend nichts bekannt. Viele Insassen der Bahn seien auf dem Weg zur Eröffnung der Snowboardsaison gewesen, sagte der Regierungssprecher. Bei den acht überlebenden Passagieren handelte es sich um Deutsche Wintersportler.

Ob auch Schweizer unter den Opfern sind, war nach Angaben von EDA-Sprecher Livio Zanolari unklar. Der Schweizer Honorarkonsul stehe aber mit den Behörden in Salzburg in Kontakt, sagte der Sprecher des Eidg. Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage.

Nach dem Brand der Kitzsteinhorn-Bahn ordnete die österreichische Regierung in Abstimmung mit dem Bundespräsidenten Thomas Klestil eine zweitägige Staatstrauer im ganzen Land an. Alle öffentlichen Gebäude werden Trauerbeflaggung tragen.

Der Brand im Tunnel war auch am Samstagnachmittag immer noch nicht vollständig gelöscht. Die Unglücksbahn drohte abzustürzen. Feuerwehrleute mit schweren Atemgeräten versuchten, von der Mittelstation zur Unglücksstelle abzusteigen.

Sie sollen den völlig ausgebrannten Zug zunächst sichern. Erst dann können auch Experten zur Untersuchung der Unglücksursache vom Tal zum Unfallort gelangen.

(sda)

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