Österreich droht Ammann - Maurer findet es peinlich
publiziert: Freitag, 19. Feb 2010 / 09:30 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Feb 2010 / 16:55 Uhr

Im Streit um die neue Bindung von Skisprung-Olympiasieger Simon Ammann droht der Österreichische Skiverband mit einem Protest beim Wettbewerb von der Grossschanze am Samstag.

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In einem achtseitigen Dossier wurde der Toggenburger aufgefordert, die raffinierte Weiterentwicklung seiner Skibindung nicht zu verwenden. Ansonsten würde nach dem ersten Durchgang eine internationale Protestnote eingereicht.

Begründet wird die Forderung mit vermeintlichen Verstössen gegen die internationale Wettkampfordnung. Demnach erhöhe die neue Bindung das Risiko von Unfällen, wirke als technisches Hilfsmittel und sei nicht vom Internationalen Skiverband FIS abgenommen. Ammann will trotz der Protest-Drohung mit der Bindung springen.

Bindung schon länger im Einsatz

Doch diese Bindung kommt schon die ganze Saison zum Einsatz. Worauf will sich der Österreichische Ski-Verband also berufen? Ist das psychologische Kriegsführung? Jouko Törmänen, Vorsitzender des internationalen Ski-Verbands FIS für das Ski-Springen, erklärte gegenüber dem Schweizer Fernsehen, dass die Bindung von Ammann lediglich eine Modifikation sei und damit regelkonform.

Schlechte Aussichten für den kriselnden österreichischen Ski-Verband, dem Ammann-Überflieger die Flügel zu stutzen. Bundesrat Ueli Maurer findet, dass das Vorgehen der Österreicher «peinlich» sei. «Wenn man verliert, dann verliert man», sagte der Sportminister gegenüber der «Tagesschau». Verlierer suchten immer Gründe für ihr Scheitern. «Sieg und Niederlage gehören zum Sport. Ich hoffe, die Österreicher besinnen sich am Samstag wieder auf ein besseres Springen.» Er räumte jedoch ein, dass diese psychologischen Spielchen an Olympia zu erwarten seien.

(tri/si/news.ch mit Agenturen)

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