Angst vor Cannabis-Tourismus
Österreich ist besorgt über Schweizer Cannabis-Liberalisierung
publiziert: Freitag, 30. Nov 2001 / 17:23 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Nov 2001 / 19:55 Uhr

Feldkirch - Aufregung in Österreich über die geplante Liberalisierung des Hanfkonsums in der Schweiz: Vorarlberg befürchtet eine «Gefährdung der nationalen Sicherheit» und fordert mehr Zollpersonal.

Die Revision des Schweizer Betäubungsmittelgesetzes sorgt in Österreich für Verunsicherung. Vor allem in Vorarlberg sprach man sogar von «Gefährdung der nationalen Sicherheit» und fordert mehr Zollpersonal an der Grenze zur Schweiz.

Gesundheitsstaatsekretär Reinhart Waneck hegte nach Gesprächen mit Schweizer und Liechtensteiner Vertretern der Gesundheits- und Drogenpolitik sowie der Sicherheitsbehörden keine solchen Befürchtungen mehr.

Waneck verglich den Unterschied zwischen der österreichischen und der Schweizer Drogenpolitik mit Katholizismus in Österreich und Calvinismus in der Schweiz: «Im Calvinismus herrschen grosszügigere, aber starre Regeln, im Katholizismus ist vieles verboten, es wird aber alles verziehen».

Der Leiter des Bundesamtes für Gesundheitswesen, Thomas Zeltner erklärte, Anbau und Verkauf von Cannabis würden in der Schweiz genau überwacht. «Ausserdem sieht das Gesetz ein Verbot des Verkaufs von Cannabis an Ausländer vor», sagte er. Ausländer, die in der Schweiz Haschisch konsumierten, bleiben aber straffrei.

(sk/sda)

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