Offensive Russen gegen defensive Schotten
publiziert: Mittwoch, 14. Mai 2008 / 12:23 Uhr

Zenit St. Petersburg und die Glasgow Rangers ermitteln heute in Manchester (20.45 Uhr/live Teleclub) den UEFA-Cup-Sieger und Nachfolger des FC Sevilla. Die Russen stehen erstmals in einem Europacup-Final, die Glasgow Rangers bereits zum vierten Mal.

«Es ist wie ein Wunder, was derzeit in St. Petersburg passiert», sagt Dick Advocaat, der das russische Team trainiert.
«Es ist wie ein Wunder, was derzeit in St. Petersburg passiert», sagt Dick Advocaat, der das russische Team trainiert.
Von den vier Europacup-Endspielen, die die Rangers bestritten, gewannen sie nur eines. 1972 setzten sie sich gegen die Russen von Dynamo Moskau 3:2 durch. Nun wartet mit Zenit St. Petersburg erneut ein russischer Widersacher auf die Schotten.

Trainiert wird die Equipe aus Osteuropa vom Holländer Dick Advocaat, der von 1998 bis 2001 die Rangers betreute. «Gegen die Rangers im Final anzutreten, habe ich mir schon zu Saisonbeginn gewünscht. Wir sind nur noch ein Spiel entfernt, Geschichte zu schreiben. Es ist wie ein Wunder, was derzeit in St. Petersburg passiert», sagt Advocaat.

Millionen von Gazprom

Ein Wunder, das dank den Millionen des Ölkonzerns Gazprom zustande kam. Ausgerüstet mit einem Budget von 100 Millionen Euro will St. Petersburg als zweite russische Mannschaft nach ZSKA Moskau (2005) den UEFA-Cup gewinnen.

Mit Pawel Pogrebnjak fehlt in Manchester allerdings der beste Skorer wegen einer Gelbsperre. Zusammen mit Luca Toni führt er die UEFA-Cup-Torschützenliste mit zehn Treffern an. Gegen die Rangers will sich Advocaat mit «gutem Spielaufbau und individueller Klasse» durchsetzen.

Petersburg wird nicht nervös

«Die Rangers haben eine starke Defensive, aber unsere Chancen stehen gut. Wir haben sicher schon bessere Mannschaften geschlagen. Es gibt also überhaupt keinen Grund, nervös zu sein», so Advocaat.

Neben Bayern München im Halbfinal hat Zenit in dieser Saison Bayer Leverkusen, Olympique Marseille und den FC Villarreal ausgeschaltet. An der offensiven Spielweise soll der Ausfall Pogrebnjaks nichts ändern. Die Hoffnungen ruhen nun vor allem auf dem vielseitigen Offensivspieler Andrej Arschawin (4 Tore).

Rangers vor dem «Quadruple»

Bei den Rangers fehlt Stürmer Daniel Cousin, doch der schottische Rekordchampion baut ohnehin auf die Defensive, die nach der Relegation aus der Champions League in acht UEFA-Cup-Spielen nur zwei Gegentore kassierte. «Die Leute sagen, dass wir hässlichen Schrottfussball spielen.

Aber wenn die Kritiker so gut sind, warum sind sie dann nicht hier?», fragte Teammanager Walter Smith trotzig. Smith kann mit den Rangers das «Quadruple» gewinnen. In der Premier League sind die «Gers» auf Kurs, den Ligapokal haben sie gewonnen und im FA-Cup stehen sie im Final.

Fans sollen helfen

«Wir wollen am Ende nicht sagen müssen: ´Es war eine gute Saison, aber gewonnen haben wir nichts´», meinte Smith. Auch die Fans sollen helfen, dass es nicht so weit kommt.

Smith erwartet «ein Heimspiel mit prächtiger Stimmung wie im Ibrox-Park», schliesslich liegt Glasgow nur 350 km nördlich von Manchester. Die russischen Anhänger aus St. Petersburg müssen 2000 km zurücklegen.

Doch das Vorhaben, den Fans zum zweiten Mal einen Europapokal zu präsentieren, könnte an mangelnder Frische scheitern. Die Rangers stehen vor dem 64. Spiel der Saison, Zenit dagegen hat dank des Wohlwollens des russischen Verbandes seit dem 19. April keine Ligapartie mehr bestritten.

(fest/Si)

 
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