Leichtathletin gedopt

Olga Jegorowa wurde EPO-Missbrauch nachgewiesen

publiziert: Donnerstag, 26. Jul 2001 / 16:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Jul 2001 / 17:55 Uhr

Paris - In Paris wurde der erste EPO-Fall in der Leichtathletik aufgedeckt: Die russische 3000-m-Hallen-Weltmeisterin Olga Jegorowa blieb am 6. Juli beim Golden-League-Meeting in Paris in einer Kontrolle hängen. Die 29-jährige Russin hatte dort in der Jahres-Weltbestzeit von 8:23,75 Minuten gewonnen. Jegorowa wird wahrscheinlich für zwei Jahre suspendiert, falls auch die B-Probe dasselbe Resultat zeitigt.

Die für die WM selektionierte Jegorowa hat bereits eine Gegenanalyse beantragt und will auf jeden Fall an den WM in Edmonton (3. bis 12. August) starten. «Sie wird nach Edmonton reisen, um die Angelegenheit mit der IAAF zu erörtern. Jede Person hat das Recht auf eine Anhörung, um ihre Unschuld zu beweisen», sagte der russische Cheftrainer Waleri Kulischenko zur betrüblichen Angelegenheit.

Initiativer Meeting-Direktor

Die EPO-Kontrolle wurde auf Initiative des Meeting-Direktors Philippe Lamblin durchgeführt. Dies bestätigte Bernard Amsalem, der Präsident des französischen Leichtathletik-Verbandes. Amsalem zeigte sich glücklich, dass in Frankreich zum ersten Mal in der Leichtathletik ein Fall aufgedeckt wurde. «Dieses Ergebnis bestätigt unser Absicht, denn Kampf gegen das Doping zu intensivieren. Ich hoffe, dass andere Organisatoren von grossen Meetings uns nachahmen.»

Damit stellt sich die Frage, ob bei Weltklasse Zürich die Dopingkontrollen auch auf das künstliche Blutbildungshormon EPO (Erythropoietin) kontrolliert werden. Dazu Meeting-Direktor Hansjörg Wirz: «Wir bestimmen nicht, in welchem Labor die Kontrollen untersucht werden. Das macht die IAAF», sagte Wirz, der hofft, «dass die EPO-Fälle schon in Edmonton aufgedeckt werden.» Der Weltverband IAAF hat für die Titelkämpfe (3. bis 12. August) erstmals EPO-Kontrollen angekündigt. Der Nachweis dieses Hormons, das die Produktion der roten Blutkörperchen anregt und für eine bessere Sauerstoffzufuhr in die Muskeln sorgt, ist zur Zeit nur in Paris, wo die Nachweismethode entwickelt wurde, und in Lausanne möglich.

Szabo deklassiert

Jegorowa hatte in Rom und Paris jeweils in Jahres-Weltbestzeit vor zwei Landsfrauen gewonnen. Beide Male deklassierte sie mit einem unwiderstehlichen Endspurt die 5000-m-Olympiasiegerin Gabriela Szabo (Rum), die zweimal Vierte wurde. Schon bei den Hallen-WM hatte Jegorowa die Rumänin auf Rang 2 verwiesen. Die Russin, die in Sydney über 5000 m Achte geworden war, hatte ihre persönliche Bestzeit gegenüber dem Vorjahr jeweils um rund zehn Sekunden verbessert.

(kil/sda)

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