Olmert und Bush stehen hinter Abbas
publiziert: Dienstag, 19. Jun 2007 / 22:11 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Jun 2007 / 22:52 Uhr

Washington - Die USA und Israel wollen ungeachtet des innerpalästinensischen Konflikts mit dem gemässigten Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas die Schaffung eines eigenen Palästinenserstaates vorantreiben.

Mahmud Abbas hat genug: Die Hamas findet bei ihm kein Gehör mehr.
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«Wir teilen die Vision von zwei Staaten, die Seite an Seite in Frieden leben», sagte US-Präsident George W. Bush unmittelbar vor Beratungen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert in Washington.

Olmert betonte unterdessen, er werde nichts unversucht lassen, um mit Abbas gut zusammenzuarbeiten. Ziel sei es, den Palästinensern eine «wirkliche, echte Chance» auf einen eigenen Staat zu geben.

Bush und Olmert stärkten Abbas abermals den Rücken. «Er ist der Präsident aller Palästinenser», sagte Bush.

Er habe bereist vorgeschlagen, sich regelmässig - etwa alle zwei Wochen - zu Beratungen zu treffen, sagte Olmert. Es müssten die Grundlagen geschaffen werden, damit man «schnell» über die Schaffung eines eigenen Staates reden könne.

Hamas im Gazastreifen isolieren

Der Ministerpräsident und Bush bekräftigten die Doppelstrategie, die Fatah um Abbas im Westjordanland zu stärken und die Hamas im Gazastreifen zu isolieren. Bush sprach von einem «gemeinsamen Ziel, die Extremisten auszugrenzen».

Bush und Olmert sicherten zu, die Menschen im Gazastreifen trotz der Machtübernahme der Hamas nicht im Stich zu lassen. «Wir werden alles notwendige unternehmen, damit die humanitären Bedürfnisse befriedigt werden», sagte der Ministerpräsident.

Grenzübergang abgeriegelt

Israelische Panzer sicherten den strategisch wichtigen Grenzübergang Erez ab. Dort harren seit Tagen etwa 150 Menschen aus, die in das von der gemässigten Fatah kontrollierte Westjordanland flüchten wollen.

Ägyptens Aussenminister wies den ägyptischen Botschafter an, Gaza umgehend zu verlassen und fortan von Ramallah im Westjordanland aus zu arbeiten, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Mena.

Die Fatah brach alle Kontakte zur Hamas ab. Das Zentralkomitee der Gruppierung habe dies bei einem Treffen in Ramallah entschieden, teilte die Fatah mit.

(smw/sda)

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