Olmert will keine vorgezogenen Neuwahlen
publiziert: Mittwoch, 30. Jan 2008 / 11:49 Uhr

Jerusalem - Kurz vor der Veröffentlichung des Abschlussberichts zum Libanon-Krieg im Sommer 2006 hat der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert Forderungen nach Neuwahlen zurückgewiesen.

Auch eine «Kampagne des Drucks» werde Olmert nicht dazu bringen, seine Haltung zu ändern.
Auch eine «Kampagne des Drucks» werde Olmert nicht dazu bringen, seine Haltung zu ändern.
6 Meldungen im Zusammenhang
«Es wird keine vorgezogenen Neuwahlen geben, der Ministerpräsident ist in diesem Punkt entschlossen», sagte ein enger Vertrauter Olmerts, Finanzminister Roni Bar-On, bei einem Parteitreffen. Auch eine «Kampagne des Drucks» werde Olmert nicht dazu bringen, seine Haltung zu ändern.

Der mit Spannung erwartete Bericht soll um 18 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) vorgestellt werden. Die Ergebnisse dürften Olmert wegen seiner Handhabung des Krieges weiter unter Druck setzen.

Am Dienstag hatte ein Koalitionspartner des Ministerpräsidenten den Rücktritt Olmerts verlangt. Im Vorfeld der Veröffentlichung des Abschlussberichts wurde bereits bekannt, dass die Untersuchungskommission nicht ausdrücklich den Rücktritt Olmerts empfehlen werde.

Möglicher Rücktritt?

Nach Berichten des Militärradios könnte der Leiter der Kommission, der pensionierte Richter Eliahu Winograd, allerdings während der Pressekonferenz so hart mit Olmert ins Gericht gehen, dass dieser gezwungen sein könnte, sich von der Macht zu verabschieden.

Nach einem im April 2007 veröffentlichten Zwischenbericht waren bereits Verteidigungsminister Amir Perez und Generalstabschef Dan Halutz zurückgetreten.

Israel wollte mit dem Einmarsch im Südlibanon die radikale Schiitenmiliz Hisbollah entscheidend schwächen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. In dem 34 Tage währenden Konflikt starben 1200 Libanesen und 160 Israelis. Den Krieg hatte Israel damit begründet, dass die Hisbollah am 12. Juli 2006 im Grenzgebiet zwei israelische Soldaten gefangennahm. Von ihnen fehlt bis heute jede Spur.

(smw/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Jerusalem - Mehr als die Hälfte der ... mehr lesen
Ehud Olmert hat den Rückhalt in der Bevölkerung verloren.
Beirut - Am Tag nach den schweren ... mehr lesen
Die Armee zeigte Präsenz. (Archivbild)
Olmert habe laut öffentlich-rechtlichem Rundfunk bereits eine Antwort verfasst.
Jerusalem - Der israelische ... mehr lesen
Tel Aviv - Die israelische Führung hat ... mehr lesen
Laut  Ministerpräsident Ehud Olmert habe die Armee in den ersten Kriegstagen «enttäuscht».
Weitere Artikel im Zusammenhang
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten ... mehr lesen
Avigdor Lieberman.
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann ... mehr lesen   2
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 1°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Hochnebel
Basel 1°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
St. Gallen -1°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Bern 0°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Hochnebel
Luzern 1°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Hochnebel
Genf 2°C 7°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Lugano 4°C 9°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten