Olympia-Splitter
publiziert: Sonntag, 10. Aug 2008 / 10:23 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Aug 2008 / 22:52 Uhr

Der Beachvolleyball-Tross setzt sich auch in Peking aus einem eingespielten Team zusammen. Der Speaker, die Cheerleaders oder die Stadion-DJs sind auch auf der World Tour, unter anderem in Gstaad, engagiert.

Ob die Heimatklänge im Chaoyang Park zum Sieg von Heyer/Heuscher beigetragen haben?
Ob die Heimatklänge im Chaoyang Park zum Sieg von Heyer/Heuscher beigetragen haben?
1 Meldung im Zusammenhang
So kam es, dass der (Schweizer?) Animateur in der Partie Heyer/Heuscher - Baracetti/Conde heimatliche Klänge anspielte. «Ewigi Liebi», im Original vom Jodlerklub Wiesenberg interpretiert, dürfte es in absehbarer Zeit aber noch nicht in die chinesischen Charts schaffen. Die begeisterungsfähigen Zuschauer im Chaoyang Park reagierten beim urschweizerischen Song zurückhaltender als bei anderen Musikstücken.

Endstation Provinzbahnhof

Am Samstag angereist, machte sich am Sonntag eine siebenköpfige Vertretung mit Vater und Schwester von Priska Doppmann sowie Vater und Bruder von Karin Thürig auf, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Rennstrecke zu fahren. Das Septett strandete aber an einem Provinzbahnhof, wo die Fahrten während der Olympiarennen eingestellt sind. Ein befreundeter Journalist vermittelte ihnen dann die Telefonnummer des «House of Switzerland», dessen Personal den Taxifahrer lotsen konnte, so dass sie das Rennen doch noch entspannt verfolgen konnten. Der Begeisterung tat das etwas andere Fan-Erlebnis dann keinen Abbruch. «Ich freue mich sehr über Platz 7 meiner Schwester», sagte Karin Doppmann.

Nadals Stress im olympischen Dorf

Roger Federer wusste sehr wohl, weshalb er dieses Jahr nicht im olympischen Dorf logiert. Federers Rivale Rafael Nadal kann vor lauter Autogrammschreiben nicht einmal in Ruhe essen. «Pro Biss schreibt Nadal zwei Autogramme», sagte ein belgischer Velofahrer.

Wie sich die Zeiten ändern...

Der bald fünffache Olympia-Teilnehmer Bruno Risi, mit 40 Jahren einer der Doyens im Swiss-Olympic-Team, erklärte dem «Sonntagsblick», wie sich die Zeiten geändert haben: «An meinen ersten Spielen 1988 sass man noch zusammen, trank etwas und diskutierte. Heute sind alle nur noch am Skypen, im Internet. Kannst mit keinem mehr ein normales Wort reden.»

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben doppelt

Für einen chinesichen Teilnehmer waren die Heim-Spiele schon vor dem Start zu Ende. Der Ruderer Liang Zhang erschien mit Verspätung zum Skiff-Vorlauf und wurde deshalb reglementsgemäss gleich auch von der Doppelzweier-Konkurrenz ausgeschlossen, für die er ebenfalls gemeldet war. Den Protest der Gastgeber wies der internationale Ruder-Verband FISA ab. Gründe für Zhangs Verspätung wurden keine bekannt.

«Alte» Kameraden

Vor acht Jahren in Sydney sassen Christian Stofer und Michael Erdlen mit André Vonarburg im Doppelvierer, am Samstag in Peking zur Unterstützung des damaligen Grünschnabels auf der Tribüne. Sollte Vonarburg de Karriere fortsetzen, wäre Klubkollege Stofer als neuer Verbandsdirektor ab dem 1. Oktober auch sein Chef -- zumindest auf dem Papier. Mit Erdlen verbinden Vonarburg sogar familiäre Bande: Dessen Tochter ist sein Patenkind.

Gangster en Garde

Der französische Degen-Finalist Fabrice Jeannet beschwerte sich nach der Startrunde lauthals über seinen aggressiven Antipoden aus Kirgisien. «Katschurin ist ein Gangster. Es war ein Strassenkampf», giftelte Jeannet.

Jaroenrattanatarakoon

Prapawadee Jaroenrattanatarakoon. Die beiden Reihenfolgen der 31 (!) Buchstaben sind nicht rein zufällig. Es handelt sich dabei um den Vor- und Nachnamen der thailändischen Gewichtheben-Olympiasiegerin in der Kategorie bis 53 kg.

Bush auf dem Bike

US-Präsident George W. Bush gönnte sich eine Ausfahrt mit dem Mountainbike. Er befuhr einen Teil des Strassenrennens und befand hinterher, dass der Parcours, auf dem Fabian Cancellara später die erste Medaille für die Schweiz gewinnen sollte, sehr schwer sei. Im Weiteren schaute Bush beim Training der US-Beachvolleyballerinnen und beim Softball-Team vorbei. Er schlug auch einige Bälle mit den Beach-Olympiasiegerinnen Misty May-Treanor und Kerri Walsh.

Bush hörte nicht die ganze US-Hymne

Schon im Rahmen der ersten Medaillenzeremonie der Schwimmer kam es zum protokollarischen Faux-Pas: Die zu Ehren von Michael Phelps´ Sieg über 400 m Lagen eingespielte amerikanische Hymne brach rund 20 Sekunden vor Schluss plötzlich ab.

Mit dem amtierenden Präsidenten George W. Bush sowie dessen Vater, dem früheren Präsidenten George H.W. Bush, war im voll besetzten «Wasserwürfel» allerhöchste Prominenz aus den USA zugegen und das «Worst-Case»-Szenario für die chinesischen Organisatoren perfekt.

Im Wissen, dass die US-Hymne in den kommenden Tagen noch öfters zum Zug kommen wird, wurde «The Star-Spangled Banner» zum Test nochmals in voller Lautstärke (und ohne Zwischenfall) abgespielt -- allerdings erst eine Stunde nach Wettkampfschluss, als fast niemand mehr in der Schwimmhalle war.

Hammer traf Diskus

Der 4 kg schwere Hammer der deutschen Weltmeisterin Betty Heidler hat den «Silberdiskus» ihres Landmannes Robert Harting in 20 Teile zerschmettert. Der WM-Zweite löste sich mit der Frankfurterin im Wurfring ab. Als Betty Heidler schon wieder rotierte, lag Hartings zwei Kilo schwerer Diskus noch auf dem Rasen. Und dann passierte es: Punktgenau traf Bettys Hammer Roberts Diskus -- die Wahrscheinlichkeit für einen solchen «Kracher» dürfte bei 1:10 000 000 liegen.

Südkoreanische Triathlon-Insel

Auf der südkoreanischen Insel Jeju Island (zweieinhalb Flugstunden von Peking) holen sich nicht nur die Schweizer Triathleten den letzten Schliff für die Rennen vom 18. und 19. August. «Die Insel bevölkern zur Zeit 75 Prozent der Olympia-Triathleten», schätzt der deutsche Teamchef Rolf Ebeling.

Die Schweizer melden eine perfekte Infrastruktur und hervorragende Stimmung innerhalb des Teams. Die traumhafte Inselwelt trägt laut Homepage von Swiss Triathlon ihren Teil zum Gelingen bei. Das Schweizer Team wird am Freitag, 15. August, nach Peking reisen und ausserhalb der Stadt in einem Hotel an der Wettkampfstrecke residieren.

China schaute hin...

842 Millionen Menschen sollen allein in China die Eröffnungszeremonie live am TV verfolgt und die Einschaltquote auf traumhafte 83,6 Prozent gehoben haben. Diese Zahlen eruierte ein Unternehmen für Medienanalysen. Als Turn-Olympiasieger Li Ning das olympische Feuer entfachte, hätten 90 Prozent aller Haushalte die Live-Übertragung des Senders CCTV gesehen.

...und wurde möglicherweise getäuscht

Nicht alles soll bei der Fernseh-Übertragung der gelungenen Feier aber mit rechten Dingen zu und her gegangen sein. Ein kurzer Abschnitt sei manipuliert gewesen, schrieb die Zeitung «Beijing Shibao». Die spektakulären Bilder von mit Feuerwerksraketen erzeugten «Fussabdrücken» über der Stadt seien nicht live aufgenommen, sondern mit einer Ausnahme über ein Jahr lang mit Computeranimation vorbereitet worden.

(fest/Si)

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