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Olympia-Teilnahme vor Augen
publiziert: Freitag, 7. Okt 2005 / 10:34 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Okt 2005 / 11:15 Uhr

Heute erfolgt für die Alpin-Snowboarder in der Halle von Landgraaf (Ho) mit dem Parallelslalom der Start in den Olympia-Winter.

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Snowboard-Chef Franco Giovanoli ist hocherfreut, besonders wegen einem höherem Budget.
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6 Meldungen im Zusammenhang
Die Schweizer Erwartungen nach der überragenden letzten Saison mit 50 Podestplätzen sind hoch.

Die sensationelle Weltcup-Bilanz und die drei WM-Medaillen in Whistler im ersten Jahr nach der Eingliederung bei Swiss Ski haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. «Wir sind nun ein vollwertiges Familienmitglied», sagte Snowboard-Chef Franco Giovanoli erfreut. Dies zeigte sich auch in finanzieller Hinsicht. Obwohl Swiss Ski das Gesamtbudget massiv verringern musste, stehen dem Bereich Snowboard 400 000 Franken mehr zur Verfügung als im letzten Winter.

Immenses Potenzial

«Das Ziel muss es sein, die Ressourcen für Snowboard weiter auszubauen», bestätigt Leistungschef Gian Gilli das immense Potenzial. Denn die Führungskräfte im Verband haben zur Kenntnis genommen, dass diverse Weltcup-Fahrer an den Olympischen Spielen im kommenden Jahr gute Medaillenchancen haben werden. Swiss Ski rechnet für die Wettkämpfe in Bardonecchia mit drei Podestplätzen.

Im sportlichen Bereich setzten insbesondere die Alpinen mit ihren Topleistungen die Messlatte hoch. Chefcoach Christian Rufer kann erneut auf ein hochkarätiges Kader zählen, dessen Qualität sich im Sommer noch weiter verbessert hat. Mit der Weltcup-Rückkehr von Gilles Jaquet, der nach seinem Kreuzbandriss Anfang der letzten Saison wieder den Anschluss an die Spitze schaffen will, steigt der teaminterne Konkurrenzdruck zusätzlich an. Der ehemalige Weltmeister denkt, dass er «stärker als je» fahren werde, wenn sein Knie wieder voll an die Belastungen gewöhnt sein wird.

Resulte aus dem Vorjahr nicht wiederholbar

Philipp Schoch (10 Siege) und Daniela Meuli (8), die die Gegnerschaft zuletzt oft in Grund und Boden fuhren, starten als Titelverteidiger der Alpin-Wertung in den Olympia-Winter. Beide sind sich bewusst, dass es enorm schwierig, sogar «fast unmöglich» (Schoch) wird, die Resultate aus der Vorsaison zu wiederholen. «Weil aber kaum Markenwechsel oder Materialkorrekturen anstanden (Meuli fährt neu ebenfalls Kessler-Bretter - d.Red.), konnten sich die Fahrer aufs Training konzentrieren», berichtet Trainer Rufer.

Der Toggenburger versucht vor dem Saisonstart bewusst, seine Equipe vom Druck zu befreien. «Die fahrerischen Leistungen zu wiederholen erscheint realistisch. Ob es erneut zu so vielen Siegen reichen wird, ist die andere Frage. Die Konkurrenz hat im Sommer schliesslich nicht geschlafen...»

Gips und Spritzen

Diverse Schweizer Alpin-Fahrer werden allerdings den Weltcup-«Aufgalopp» in der nicht-olympischen Disziplin Parallelslalom wegen Trainingsstürzen mit Handicaps in Angriff nehmen. Urs Eiselin startet mit einer Spezialplatte für das gebrochene rechte Handgelenk, Simon Schoch kommt nach einer Rippenbogenverletzung kaum um den Einsatz von schmerzstillenden Spritzen herum. Zudem musste das Zürcher A-Kader-Mitglied Marc Iselin, das laut Rufer grosse Fortschritte machte, nach einem Kapselabriss den malträtierten Finger eingipsen lassen.

Weltcup-Kalender

7. Oktober: Landgraaf (Ho) PSL. -- 9. Oktober: Rotterdam BA. -- 15./16. Oktober: Sölden (Ö) PGS. -- 21./22. Oktober: SAAS FEE (Sz) SBX/HP.

8. bis 11. Dezember: Whistler (Ka) 2 SBX/2 HP. -- 17./18. Dezember: Le Relais (Ka) 2 PGS.

4./5. Januar 2006: Bad Gastein (Ö) 2 SBX. -- 7. Januar: Klagenfurt (Ö) BA. -- 8./9. Januar: Kreischberg (Ö) PGS/HP. -- 14./15. Januar: Kronplatz (It) PGS/SBX. -- 19./20. Januar: Morzine-Avoriaz (Fr) 2 HP. -- 22. Januar: NENDAZ (Sz) PSL. -- 28. Januar: Winterberg (De) BA.

4. Februar: Ort noch unbestimmt (It) BA.

1. März: Schukolowo (Russ) PSL. -- 3./4. März: St. Petersburg PSL/BA. -- 9. bis 12. März: Lake Placid (USA) PGS/SBX/HP. -- 17. bis 19. März: Furano (Jap): PGS/SBX/HP.

12. bis 23. Februar 2006: Olympische Spiele in Bardonecchia HP/SBX/PGS.

Legende: PSL = Parallelslalom, BA = Big Air, PGS = Parallel-Riesenslalom, SBX = Snowboardcross, HP = Halfpipe. Disziplinen-Weltcupsieger 2004/05

Männer Frauen

Alpin: PHILIPP SCHOCH (Sz) DANIELA MEULI (Sz)
Snowboardcross: Xavier Delerue (Fr) Doresia Krings (Ö)
Halfpipe:
Mathieu Crepel (Fr) Mero Narita (Jap) Big Air: Jukka Erätuli (Fi)
Gesamt: PHILIPP SCHOCH DANIELA MEULI

Bemerkung: Für den Gesamt-Weltcup werden die FIS-Punkte der zwei besten Disziplinen addiert.

(Stefan Baumgartner/Si)

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