Olympia: 'Wir sind über den Berg'
publiziert: Freitag, 16. Jul 2004 / 12:57 Uhr

In knapp vier Wochen beginnen in Athen die 28. Olympischen Sommerspiele. Noch wird überall in der Stadt rund um die Uhr gearbeitet. Doch die Verantwortlichen in Griechenland sind zuversichtlich.

Gianna Angelopoulos.
Gianna Angelopoulos.
Gianna Angelopoulos-Daskalaki, die Präsidentin des Organisationskomitees (ATHOC), äussert sich zuversichtlich: "Ich habe mehrmals in den vergangenen Jahren Momente der Verzweiflung gespürt. Befürchtungen hatte ich auch. Wir sind aber über den Berg. Alle Anlagen sind fertig", sagte sie.

Optimistisch gibt sich auch der City-Manager der Olympia-Stadt, Spros Kapralos. "Wir haben vieles geleistet und sind zuversichtlich, dass alles gut laufen wird", versicherte er. Dennoch gebe es Probleme, beispielsweise die noch nicht ganz von Baumaterial geräumten Olympia-Anlagen. "Wir arbeiten hart und werden dies bis zur letzten Minute tun", erklärte Kapralos.

Drei-Schicht-Betrieb

Rund um das riesige Olympische Zentrum (OAKA) mit dem 74 000 Zuschauer fassenden Stadion "Spyridon Louis" wird vier Wochen vor Beginn der Spiele in drei Schichten gearbeitet. Alle Arenen sind zwar fertig, doch die Zufahrtstrassen und die riesige Olympia-Promenade zwischen der Tennisanlage, der Basketball-Halle und dem Velodrome sind noch nicht geöffnet. Wegen der Bauarbeiten müssen Journalisten und Besucher die Anlagen derzei noch weiträumig umgehen, um ins Hauptpressecenters zu gelangen. Und das bei Temperaturen um 36 Grad Celsius im Schatten.

"In der Sonne war es die Hölle. Ich dachte, ich muss eine Wüste durchqueren", sagte ein Journalist bei der Eröffnung des Pressecenters. Vom nahe gelegenen Bahnhof "Irini" musste er 25 Minuten unter der heissen Julisonne laufen. Das ATHOC hatte vergessen, einen Bus von der Station bis zum Pressecenter einzusetzen. "Ab 2. August wird aber das gesamte Bussystem funktionieren. Das Problem wird es während der Spiele nicht geben", sagte die Verantwortliche für den Transport zum Pressecenter.

Viele Projekte werden wohl erst in letzter Minute fertig. Am 19. Juli soll die neue Tramlinie in Betrieb genommen werden, die das Zentrum von Athen mit den Olympia-Anlagen entlang der Küste bei Faliron und Hellinikon verbindet. Ende Juli soll -- mit mehrmonatiger Verspätung -- endlich auch der neue Flughafen "Elefterios Venizelos" mit dem Zentrum verbunden werden. Acht Euro wird die 35-minütige Fahrt kosten. An der Zwischenstation "Neratziotissa" in der Nähe des Olympiastadions wird vier Wochen vor dem Eröffnungstag noch emsig gebaut.

Optimismus nach EM-Titel

Die meisten Einwohner sind optimistisch und freuen sich auf "ihre" Spiele. Laut Umfragen glauben knapp 82 Prozent, dass Olympia "gut oder sehr gut" sein wird. Der Optimismus ist enorm gestiegen, nachdem die Griechen Fussball-Europameister geworden sind.

"Fussball-Europameister zu werden, ist genau das, was wir brauchten. Im ganzen Land herrscht Begeisterung. 2004 wird das griechische Jahr sein", verkündete Ministerpräsident Kostas Karamanlis. Die Erfolge des Teams von Otto Rehhagel haben auch dem Jahrhundertereignis Olympia im Endspurt Rückenwind gegeben. "Wir schiessen Tore in der Regel in der letzten Minute. So wie unsere Mannschaft in Portugal, so werden wir auch allen Anzeichen nach im letzten Moment noch gute Olympische Spiele austragen", sagte ein Mitarbeiter des ATHOC.

(fest/Si)

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