Aufgepasst
One-Night-Stands können zu Depressionen führen
publiziert: Mittwoch, 3. Jul 2013 / 09:19 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Jul 2013 / 09:38 Uhr
«Voreiliges Sexverhalten» kann auch mit Zwangsstörungen,  Angststörungen und Suchterkrankung zu tun haben. (Symbolbild)
«Voreiliges Sexverhalten» kann auch mit Zwangsstörungen, Angststörungen und Suchterkrankung zu tun haben. (Symbolbild)

Kalifornien/Klagenfurt - Studenten, die häufig Gelegenheitssex mit Unbekannten haben, laufen eher Gefahr an einer Depression oder Angststörung zu erkranken als jene, die sexuelle Promiskuität grundsätzlich ablehnen.

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Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im «Journal of Sex Research» veröffentlicht worden ist. Als «Gelegenheitssex» wurde dabei vor allem der Geschlechtsverkehr mit einem Partner definiert, den man erst kürzer als eine Woche kennt.

Suche nach Befriedigung

Im Rahmen einer Online-Umfrage wurden mehr als 3.900 US-Studenten aus über 30 Einrichtungen detailliert zu ihrem Sexualverhalten und ihrem psychischen Wohlbefinden befragt. Durchschnittlich elf Prozent der Probanden haben angegeben, während des Monats vor der Erhebung Sex mit einer flüchtigen Bekanntschaft gehabt zu haben. Gelegenheitssex wird zudem von der Mehrheit der Umfrageteilnehmer mit einem verminderten Wohlbefinden und einer erhöhten psychischen Belastung assoziiert.

«Promiskuität kann sich im Zuge einer Basiserkrankung wie einer Zwangsstörung, einer Angststörung oder einer Suchterkrankung äussern. Hier versucht man, durch häufig wechselnde Sexualpartner endgültige Befriedigung zu erlangen, die auf Dauer nicht eintritt und daher in einer Depression münden kann», erklärt Sexualtherapeutin Gabriele Maurer-Waitschacher vom «Institut für Sexualtherapie» gegenüber pressetext. Zudem versuche man, einen inneren Spannungszustand abzubauen.

Gesellschaftlicher Trend als Motiv

«Häufig versuchen Betroffene auch Gefühlsdefizite, die zum Beispiel in der Kindheit durch einen Missbrauch oder fehlende Nähe verursacht worden sind, auszugleichen», führt die Sexualtherapeutin aus. Dieser Versuch der Kompensation scheitere meist, da er zu keiner dauerhaften Erleichterung führe und deshalb in einer Frustration enden könne. «Oftmals entsteht zwischen psychischer Erkrankung und promiskuitivem Verhalten eine Art gefährliche Wechselwirkung», fasst die Fachfrau zusammen.

Der Expertin zufolge seien die Gründe für dieses Verhalten äusserst vielschichtig und müssen in jedem Fall individuell betrachtet werden. «Es gibt ebenso Menschen die Gelegenheitssex praktizieren, um einem gesellschaftlichen Trend zu folgen oder Polygamie als natürlich erachten», erläutert Maurer-Waitschacher. Ist der Betroffene jedoch nicht mehr in der Lage, sein Sexualverhalten zu kontrollieren oder wird dieses für ihn als Belastung empfunden, so deute dies bereits auf eine krankhafte Ursache hin.

 

 

(dap/pte)

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