Eurograbber
Online-Banking-Betrüger rauben 36 Millionen Euro
publiziert: Samstag, 8. Dez 2012 / 08:37 Uhr
Anwender machen noch immer häufig die gleichen Fehler.
Anwender machen noch immer häufig die gleichen Fehler.

Ein Trojaner öffnet die Türen zu fremden Bank-Konten.

5 Meldungen im Zusammenhang
Mit einem gross angelegten Raubzug im Internet haben Betrüger quer durch Europa Bankkunden von Privat- und Firmenkunden geplündert. Dabei konnte sie auch die im Online-Banking gängige doppelte Sicherung aus Passwort für den Zugang und TAN für die Transaktion nicht stoppen. Die ersten Betroffenen tauchten in Italien auf, mittlerweile zieht sich die Spur der finanziellen Verwüstung auch durch Deutschland, Spanien, die Niederlande und weitere europäische Staaten. Insgesamt wurden rund 30'000 Konten von Privat- und Geschäftskunden um Beträge zwischen 500 und 250'000 Euro erleichtert. Die Beute ist entsprechend üppig ausgefallen: Die Betrüger haben insgesamt über 36 Millionen Euro erbeutet.

Eurograbber entdeckt haben die beiden Sicherheits-Unternehmen Versafe und Checkpoint, auf den jeweiligen Websites legen die Unternehmen die Hintergründe zu dem Betrug genauer da. Ein auf den Rechner eingeschleuster Trojaner - angepasste Versionen der Schädlinge Zeus, SpyEye und CarBerp - fordert beim nächsten Zugriff auf das Online-Banking-System den Nutzer dazu auf, die eigene Software zu aktualisieren und dazu die Handy-Nummer einzugeben. So gelangt eine Variante des Trojaners auf das Handy, die Betrüger haben beide Geräte im Griff. Wenn nun bei der nächsten Überweisung eine mTAN an das Handy geschickt wird, fängt der mobile Trojaner diese ab und leitet sie an den Schädling im Rechner weiter. Das Programm kann nun Geld auf das Konto der Online-Bankräuber transferieren. Bisher sind von Eurograbber nur Betrugsfälle im Euro-Raum bekannt, die Experten vermuten jedoch, dass die Trojaner weltweit Unheil stiften könnten.
Immer wieder die gleichen Fehler

Dabei stellen die Sicherheits-Experten fest, dass die Anwender noch immer häufig die gleichen Fehler machen und offenbar zu sorglos mit verdächtigen E-Mails, Anhängen und Links umgehen. Auch hier begannen bei den Betroffenen die Probleme damit, einen schadhaften Link angeklickt und damit den Trojaner auf den eigenen Rechner geladen zu haben. Der Trojaner allerdings kann auch über das so genannte «Drive-by» ohne aktives Zutun auf den Rechner gelangt sein. Von da an nahm das Schicksal wie oben beschrieben in vielen Fällen seinen Lauf.

Erst kürzlich machten Warnungen die Runde, welche die Nutzung der mTAN auf dem Handy im Zusammenspiel mit Online-Banking betrafen. Auch hier bedurfte es jedoch der Mithilfe der Anwender, die durch geschickt gemachte Phishing-Mails, gefälschte Websites oder ähnliches hinters Licht geführt wurden und damit den Angriff auf das eigene Konto erst ermöglichten. Eine Möglichkeit zur Absicherung kann - neben der strikten Trennung von Handy und Rechner ohne Synchronisierung - der Kauf eines nur hierfür verwendeten, alten Einfach-Handys sein. In diesem Artikel lesen Sie mehr zu diesem Thema.

(Steffen Herget/teltarif.ch)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die spanische Polizei hat die mutmasslichen Hintermänner einer gross angelegten ... mehr lesen
Mit Schadprogramm Geld von Menschen in ganz Europa erpresst.
Sicherheit: Nicht nur Software, sondern auch das Verhalten des Nutzers ist hier entscheidend.
Was viele Computernutzer nicht wissen: Allein durch das Aufrufen einer Webseite können sie sich Schadsoftware einfangen. mehr lesen
Die freie Marktwirtschaft funktioniert im kriminellen Untergrund des Internets ... mehr lesen
Daten aus Deutschland gibt es in Russland schon für fünf Euro. (Symbolbild)
Böse Software.
Betrüger versuchen, an mTANs zu ... mehr lesen
Berlin - Kriminelle nutzen verstärkt ... mehr lesen
Mobiltelefon-Trojaner greift Online-Banking-Daten an
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Watering‑Hole‑Angriffe im Nahen Osten.
Watering‑Hole‑Angriffe im Nahen Osten.
Spyware der israelischen Firma Candiru im Fokus der Ermittlungen  Jena - Die Forscher des europäischen IT-Sicherheitsherstellers ESET haben strategische Angriffe auf die Webseiten von Medien, Regierungen, Internet-Service-Providern und Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen aufgedeckt. Im Fokus stehen nach aktuellen Erkenntnissen Organisationen in Ländern des Nahen Ostens bzw. mit Verbindungen dorthin. mehr lesen 
Bern - Kriminellen Hackern ist es mutmasslich gelungen, eine Liste mit Namen von bis zu 130'000 Unternehmen zu entwenden, welche über die Plattform EasyGov im Jahr 2020 einen ... mehr lesen  
Die Angriffe auf Easygov.swiss erfolgten vom 10. bis 22. August 2021.
Das Hauptangriffsziel für Cyber-Kriminelle bleibt weiterhin das E-Mail-Postfach ahnungsloser Nutzer oder Unternehmen. Der IT-Security-Anbieter Trend Micro hat allein im ersten Halbjahr 2021 fast 41 Milliarden Bedrohungen seiner Kunden blockiert, darunter E-Mail Ransomware, schädliche Dateien und URLs. Das bedeutet eine Steigerung von 47% im Vergleich zum letzten Halbjahr. Das geht aus dem aktuellen Bedrohungsbericht des Unternehmens hervor. mehr lesen  
Auch die Finanzkriminalität verlagert sich ins Dark Web.
Fast vier Jahre nachdem der Darknet-Marktplatz AlphaBay abgeschaltet wurde, klagt das FBI auch jetzt noch Leute wegen krimineller Aktivitäten im Zusammenhang mit der illegalen ... mehr lesen  
Viele Funktionen können zentral gesteuert werden. Warum? Weil's geht.
eGadgets Smart Home: Bequeme Steuerung der ganzen Wohnung Smart Home Technologien bieten Ihnen eine ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 3°C 4°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
Basel 4°C 5°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
St. Gallen 2°C 2°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee trüb und nass
Bern 2°C 3°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
Luzern 3°C 4°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
Genf 3°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich anhaltender Regen
Lugano 4°C 10°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten