Online-Handel in Entwicklungsländern bescheiden
publiziert: Mittwoch, 15. Dez 2004 / 19:31 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Dez 2004 / 20:07 Uhr

Genf - Firmen in Entwicklungsländern verfügen zwar zunehmend über Internetzugang, der Online-Handel bleibt aber beschränkt. Das geht aus dem Bericht der UNCTAD hervor, der in Genf veröffentlicht wurde.

Online-Geschäfte werden vor allem im Dienstleistungssektor gemacht.
Online-Geschäfte werden vor allem im Dienstleistungssektor gemacht.
Ende 2003 verfügten 676 Millionen Menschen oder 11,8 Prozent der Weltbevölkerung über Internetzugang. Im Vergleich zu 2002 ist das eine Zunahme von 49,5 Mio. Menschen oder 7,8 Prozent. Im Juni 2004 gab es weltweit 51,6 Mio. Websites, 26 Prozent mehr als im Vorjahr.

36 Prozent aller Internetanwender leben in Entwicklungsländern, die meisten allerdings in nur fünf Ländern: 61,52 Prozent sind in China, Südkorea, Indien, Brasilien und Mexiko zu Hause.

Beschaffung kein Problem

In Entwicklungsländern hätten Unternehmen in urbanen Gebieten kaum Probleme, sich Personalcomputer und Internetzugang zu beschaffen, schreibt die UNO-Handels- und Entwicklungsorganisation (UNCTAD). Die Verbindungen seien jedoch meist langsam.

Eine Untersuchung in fünf Hauptstädten Lateinamerikas (Chile, Kolumbien, Costa Rica, Mexiko und Venezuela) zeigte, dass 97 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) über Personalcomputer verfügen und 94 Prozent von ihnen auch Interzugang haben.

Online-Geschäfte bescheiden

Laut dieser und weiterer Studien, die Thailand, Ghana, Bangladesch, Ägypten, Marokko, Nigeria, Senegal, Südafrika und Uganda umfassen, kommt UNCTAD zum Schluss, dass der Prozentsatz der Firmen mit Internetzugang zwar relativ hoch ist, Online-Geschäfte jedoch bescheiden sind. Internet wird meist nur vom Besitzer oder Manager benutzt, vor allem zum Surfen und für E-Mails.

Wegen mangelnder Daten verzichtete UNCTAD darauf, eine Gesamtzahl des weltweiten Online-Handels zu nennen, wie Peter Fröhlich, einer der Autoren, sagte. Online-Geschäfte werden vor allem im Dienstleistungssektor gemacht. Statistiken über den Online-Handel gibt es jedoch nur zu den USA und der EU.

(bert/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten ... mehr lesen
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 6°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 8°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 7°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 5°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 7°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 9°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 9°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten