Online-Kriminalität wird unterschätzt
publiziert: Montag, 7. Jul 2008 / 15:29 Uhr

Berlin - In Deutschland sind bereits vier Mio. Menschen den Angriffen von Online-Kriminellen zum Opfer gefallen.

Vor allem Phishing-Fälle nehmen derzeit zu.
Vor allem Phishing-Fälle nehmen derzeit zu.
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Wie eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) zeigt, haben sieben Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren schon einmal finanziellen Schaden aufgrund von Computerviren, Attacken bei Online-Auktionen oder Online-Banking erlitten.

Bei etwa 90 Prozent der Nutzer sei zwar noch nie ein Schaden entstanden, doch dürfe man mit dieser scheinbar geringen Quote dennoch nicht zufrieden sein, meint Dieter Kempf, Mitglied im BITKOM-Präsidium. Die absolute Zahl der Geschädigten sei einfach viel zu hoch.

Aufklärung tut not

Die Anwender müssten weiterhin regelmässig über technische Schutzmöglichkeiten aufgeklärt werden. Immerhin nutzen mittlerweile knapp 80 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre privat oder beruflich einen Computer. Zwei Prozent sagten im Zuge der Befragung, Viren hätten ihr Gerät beschädigt, je ein Prozent wurde Opfer eines Angriffes bei Online-Auktionen und Online-Banking. Drei Prozent erlitten Schäden durch andere Attacken oder Betrügereien wie beispielsweise unseriöse Internet-Dialer. Vor allem Phishing-Fälle nehmen derzeit zu.

«Eine BITKOM-Hochrechnung zum Phishing hat für die vergangenen zwei Jahre Steigerungsraten zwischen 23 und 27 Prozent ergeben», sagt Christian Spahr, Pressesprecher vom BIKTOM, auf Nachfrage. Immer mehr Nutzer würden die Risiken kennen, aber auch die Betrugsmethoden würden raffinierter. «Wir wollen dazu beitragen, dass die Verbraucher auf dem neuesten Stand sind und sich effektiv schützen», so Spahr.

Sicherheitsprogramme unerlässlich

Adäquate Sicherheitsvorkehrungen sind unerlässlich, um seinen Computer vor Angriffen zu wappnen. Doch vielen Leuten fehlt nach wie vor das nötige Bewusstsein dafür. Wie die Untersuchung zeigt, gehören Sicherheitsprogramme noch immer nicht zum Standard.

83 Prozent sagen zwar, sie hätten ein Virenprogramm auf dem Rechner installiert, aber nur 67 Prozent nutzen einen Firewall. Ein Verschlüsselungsprogramm - etwa für die Übermittlung von privaten Daten - wird gar nur von 28 Prozent angewendet. Sieben Prozent gaben an, überhaupt keine dieser Sicherheitsmassnahmen zu nutzen.

Frauen sorgloser

Auffallend ist zudem, dass Frauen etwas sorgloser mit Computern und Internet umgehen. Sie machen deutlich weniger Gebrauch von Sicherheitsprogrammen als Männer. «Surfer ohne Sicherheitssoftware bringen sich und andere in Gefahr. Ist der Rechner mit Viren infiziert, sind besonders die Computer von Freunden und Bekannten einem erhöhten Risiko ausgesetzt», meint Kempf.

Die Verschlüsselung wichtiger privater Daten auf der Festplatte wie auch die von E-Mails mit vertraulichen Inhalten sollte daher gängige Praxis sein. «Wir raten zu einer Kombination von Virenschutzprogramm und Firewall. Auch die Sicherheitseinstellungen des Betriebssystems sollten regelmässig aktualisiert werden», ergänzt Spahr.

(fest/sda)

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