Online-Seelsorge erfreut sich zunehmender Beliebtheit
publiziert: Sonntag, 16. Mrz 2008 / 17:21 Uhr

Berlin - Online-Seelsorge-Dienste erfreuen sich bei den Internetnutzern zunehmend grosser Beliebtheit. Aufgrund der hohen Nachfrage in den vergangenen Jahren, finden sich aktuell eine Vielzahl derartiger Angebote im Netz.

Auch im Internet sollte auf die professionelle Druchführung der Seelsorge geachtet werden.
Auch im Internet sollte auf die professionelle Druchführung der Seelsorge geachtet werden.
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Wie ein kürzlich auf dem Nachrichtenportal «CNN» veröffentlichter Bericht bestätigt, bevorzugt die Mehrzahl der vorwiegend jüngeren US-Bürger mittlerweile beispielsweise die Beichte über das Internet abzulegen. Den Gang in die Kirche nehmen nur mehr die Wenigsten auf sich.

Obwohl von der katholischen Kirche offiziell nicht anerkannt, scheint das Bedürfnis, sich online seiner Sünden zu entledigen, gross zu sein.

So ist von Beicht-Weblogs über Beicht-Homepages bis hin zu virtuellen Beichthäusern alles im Web vertreten.

Vor- und Nachteile

«Dienste, die sich mit Online-Seelsorge beschäftigen, gibt es im Internet bereits seit geraumer Zeit», erklärt Wolfgang Nethöfel, Sozialethiker am Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg.

Die Verlagerung derartiger Dienste ins Internet habe ihre Vor- und Nachteile. «Obwohl die Kontaktaufnahme über das Internet mit einigen Risiken verbunden ist, habe ich in dieser Hinsicht keinerlei dogmatische Bedenken», meint Nethöfel.

Schliesslich habe sich auch die Telefonseelsorge gegenüber einer anfänglich eher kritischen Haltung durchsetzen und etablieren können.

«Das Internet besitzt freilich seine eigenen Gesetze, über die Internetnutzer Bescheid wissen müssen, wenn sie einen solchen Dienst in Anspruch nehmen», betont Nethöfel.

Klassisches Problem nicht gelöst

«Wichtig ist natürlich, dass die Seelsorge auch im Internet professionell durchgeführt wird», stellt Nethöfel fest. Vertraulichkeit und Anonymität seien in diesem Zusammenhang wesentliche Punkte.

«Für viele Menschen ist es wichtig, dass sie ihre persönlichen Probleme anonym diskutieren können», erläutert Nethöfel. Das klassische Problem der Seelsorge könne aber auch im Internet nicht gelöst werden.

«Es stellt sich hier immer die Frage, wann die Kompetenzgrenze der Seelsorge erreicht ist und wann der Betreffende professionelle psychologische Hilfe in Anspruch nehmen sollte», räumt Nethöfel ein.

Keine Sakramente im Internet

Für die katholische Kirche sind Online-Beicht-Dienste hingegen ein heikles Thema. «Es gibt keine Sakramente im Internet», heisst es dazu in einer Erklärung.

Um das Sakrament der Beichte empfangen zu können, bedürfe es der physischen Anwesenheit des Gläubigen und der persönlichen Bekundung seiner Sünden gegenüber einem Priester.

«Die Beichte hat im katholischen Glauben aber einen völlig anderen Stellenwert als im evangelischen», so Nethöfel abschliessend.

(rr/pte)

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