Onlinesucht verursacht ernsthafte mentale Störung
publiziert: Freitag, 5. Okt 2012 / 09:44 Uhr
Kinder sind besonders von der Onlinesucht anfällig.
Kinder sind besonders von der Onlinesucht anfällig.

Melbourne/Wien - Onlinesucht wird in Australien schon bald als ernsthafte mentale Störung eingestuft. Die Diagnose wird neben der Abhängigkeit von PCs, Tablets und Smartphones auch die Computerspielsucht beinhalten. Experten der Australian Psychological Society warnen vor einer Epidemie, die sich vor allem bei Kindern rasant ausbreitet.

Premium Website Ranking
GLOBONET GmbH
Toggenburgerstrasse 26
9500 Wil SG
12 Meldungen im Zusammenhang
«Es gibt eine Studie, die besagt, dass in Deutschland rund neun Prozent aller Kinder bis zum Vorschulalter von der Onlinesucht betroffen sind. In Österreich gehen wir von 100.000 Fällen bei Jugendlichen ab 14 Jahren aus. Es gibt keine allgemeine Diagnose, die Behandlung wird aber trotzdem von der Krankenkasse bezahlt», erklärt Andrea Hofstätter, Psychologin am Anton-Proksch-Institut.

Laut Mike Kyrios von der Swinburne University of Technology, die für die neue Einstufung verantwortlich zeichnet, ist Forschung auf diesem Gebiet dringend notwendig ist, damit neue Therapieformen entwickelt werden können. «Computerspiele sind für Kinder ein offensichtliches Problem. Grundsätzlich orten wir aber ein sehr weitreichendes Dilemma, das mit dem technologischen Fortschritt zu tun hat», so Kyrios.

Flucht ins Web dominant

Der Psychologe Emil Hodzic, der in Sydney eine Computerspielsucht-Klinik leitet, ist davon überzeugt, dass Eltern für den drastischen Anstieg der Suchterkrankungen verantwortlich sind. «Die meisten meiner jungen Patienten wissen nicht, wie sie mit Kummer umgehen sollen. Deswegen flüchten sie sich ins Internet oder in virtuelle Spielwelten», sagt Hodzic.

Obwohl das Suchtverhalten von Jugendlichen im Internet seit vielen Jahren beobachtet wird, gibt es noch keine allgemeinen Diagnosen und Therapieformen. 2011 haben deutsche Psychologen angekündigt, ausführliche Interviews mit den Problemgruppen führen zu wollen, um der Sucht weiter auf den Grund zu gehen. Derzeit verhandeln internationale Forschergremien, ob die Internetabhängigkeit einheitlich als Suchtkrankheit definiert werden soll.

Prävention bei Kindern ansetzten

Die Wiener Gesundheitspsychologin Hofstätter ist der Meinung, dass sich diese spezifische Abhängigkeit durch eine grosse soziale Komponente auszeichnet. Dabei kommt es zu einem Kontrollverlust, der zu zusätzlichen Erkrankungen wie Depression führen kann. «Wir beobachten keine klassischen Entzugserscheinungen wie beim Drogenmissbrauch, sondern gesteigerte Nervosität und körperliche Folgen, die durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel entstehen.»

«Es ist sehr wichtig, dass wir bei der Prävention bei den Kindern ansetzen. Computer gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Deswegen müssen wir mit unseren Kindern einen sinnvollen Umgang mit dem Internet erörtern. Es macht Sinn, ein Zeitlimit zu setzten und gefährliche Inhalte zu sperren. In der Regel wird Onlinesucht ambulant therapiert, das dauert sechs Monate. Schwere Fälle müssen stationär behandelt werden», so Hofstätter abschliessend.

(bg/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Raleigh - Einer aktuellen Studie zufolge verdrängen Online-Games keineswegs normales Sozialverhalten, sondern bereichern ... mehr lesen 4
Forscher belegen: Online-Spiele bereichern das Sozialleben.
Oakland - Der kalifornische Anbieter von Sommer-Camps, «The Digital Detox», hat sich - wie der Firmenname bereits vermuten ... mehr lesen
Zurück zur Natur - Digital Detox macht Elektronik-Abstinenz zur Grundbedingung. (Symbolbild)
Soziale Netzwerke ersetzen nicht persönliche soziale Kontakte.
Social Media können die Entwicklung der sozialen Kompetenzen bei Kindern beeinflussen. Immer mehr Kinder nutzen diese ... mehr lesen
Basel - Jugendliche surfen auf der Smartphone-Welle zuoberst mit: Immer mehr Teenager sind laut einer Studie mit ihrem ... mehr lesen
Für die Studie mit Namen «James» wurden über 1000 Jugendliche in allen drei Sprachregionen der Schweiz befragt. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Früh übt sich. (Symbolbild)
Stockholm - 40 Prozent aller Zweijährigen in Schweden nutzen das Internet, ausserdem die Hälfte aller Dreijährigen. Die Kinder ... mehr lesen 7
Wien - Die meisten Menschen verbringen mehr und mehr Zeit online. An das daraus resultierende Doppelleben müssen ... mehr lesen
Jugendliche werden online ein lückenlos dokumentiertes Leben führen.
Facebook New York - Facebook denkt laut einem Zeitungsbericht darüber nach, wie die Altersgrenze für Mitglieder unter die heutigen 13 Jahre gesenkt werden kann. Das Problem ist, dass bereits mehrere Millionen jüngerer Kinder in dem weltgrössten Online-Netzwerk unterwegs sind, weil sie über ihr Alter gelogen haben. mehr lesen 
Hannover - Das US-Informationsportal Forensic Psychology hat Daten zusammengetragen, die den Einfluss der wachsenden online ... mehr lesen
Neben Depressionen leiden überdurchschnittlich häufige Internetnutzer auch an einem Rückgang der weissen Substanz im Gehirn um bis zu 20 Prozent. (Archivbild)
Junge am Laptop: Zu viel Internet gefährlich.
Wuhan - Websüchtige zeigen ähnliche Veränderungen des Gehirns wie ... mehr lesen
Hannover - Der gesunde Umgang mit Medien braucht ausreichend Erfahrungen abseits des Bildschirms. Das fordert der ... mehr lesen
Offline-Erfahrungen machen Kinder für den Umgang mit dem Computer fit.
Premium Website Ranking
GLOBONET GmbH
Toggenburgerstrasse 26
9500 Wil SG
Wir sind eine schweizer «Full Service Webagentur» mit den Kernkompetenzen, eCommerce, Webdesign und Online Marketing
Die Telekom-Anbieter Swisscom, Sunrise und Orange äusserten sich mehrheitlich ablehnend.
Die Telekom-Anbieter Swisscom, Sunrise und Orange ...
Telekom-Anbieter äussern sich ablehnend  Bern - Konsumentenorganisationen begrüssen Vorschläge des Bundesrates, um den Konsumentenschutz im Internet und beim Telefonieren zu verbessern. Mehrheitlich ablehnend äussern sich in der Anhörung die Telekom-Anbieter Swisscom, Sunrise und Orange. 
Medien  Zürich - Die Schweizer Mediengruppe Tamedia will das Werbevermarktungsunternehmen Publigroupe übernehmen. Sie hat eine Voranmeldung für ein ...  
Tamedia besitzt bereits 7,22 Prozent der Namenaktien der Publigroupe.
Publigroupe hat eine Entscheidung getroffen. (Symbolbild)
Publigroupe trennt sich von Inserateverkauf Lausanne - Die Werbefirma Publigroupe zieht aus den Einbussen beim klassischen Inserateverkauf Konsequenzen und verkauft ihre ...
Werbevermarkter Publigroupe.
Rote Zahlen bei Publigroupe Lausanne - Unter dem Druck des Einbruchs bei den Zeitungsanzeigen ist die Publigroupe im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Das auf ...
eGadgets «ASIMO»: Roboter von Honda so menschlich wie nie New York - Honda hat einen neuen Roboter ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


Web to Print, Brand Management, Remote Publishing Systeme. Content Management Systeme. Weblösungen.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 5°C 7°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 3°C 7°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen 9°C 9°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern 4°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
Luzern 4°C 11°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 5°C 14°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 8°C 17°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten