Operation Playmate für US-Truppen
publiziert: Dienstag, 8. Apr 2003 / 08:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Apr 2003 / 13:27 Uhr

Los Angeles - Playboy startet wie bereits im letzten Irak-Krieg eine Operation Playmate. US-Soldaten dürfen an die Playboy-Playmates schreiben und erhalten "garantiert eine Antwort sowie ein signiertes Photo". Von der anderen Seite dem gleichen Thema nähert sich die Aktion Masturbate for Peace.

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Seit 1966 unterstützen die Models des US-Verlages amerikanische Soldaten in Kriegszeiten. Im damaligen Vietnam-Krieg flog Jo Collins, Miss Dezember 1964, mit einem Helikopter direkt in die Kampfgebiete und besuchte die Soldaten - eine nicht ungefährliche Aktion.

Im letzten Irak-Krieg wurde erstmals eine "Operation Playmate", bei der Männer und Frauen im Militärdienst mit den Models in brieflichen Kontakt treten konnten, durchgeführt.

Der damalige US-General Norman Schwarzkopf nannte dies einen "großen Schub für die Moral der Truppen" und bezeichnete die teilnehmenden Playmates als "wahre Patrioten". Im Afghanistan-Feldzug war Playboy erneut aktiv geworden.

Email-versand

Nun können wieder Militärangehörige und deren Familien und Freunde ein E-Mail an Playboy schicken, welches garantiert "von einer der schönen Frauen, die auf den Playboy-Seiten abgebildet waren, mit einem signierten Photo beantwortet wird".

Um das kostenlose Angebot auf Militärangehörige beschränken zu können, muss in jedem E-Mail die entsprechende APO-Nummer (Army and Air Force Post Office) für die Antwort genannt werden.

Konfliktpotential mit dem Islam

Dass durch derartige Aktionen islamistische Vorurteile bekräftigt werden könnten, interessiert Playboy-Gründer Hugh Hefner offensichtlich nicht: "Viele Playmates haben gefragt, was sie tun können, um Amerikas kämpfende Männer und Frauen zu unterstützen. Die Operation Playmate wiederzubeleben, die in vergangenen Kriegen starke Auswirkungen hatte, war eine naheliegende Entscheidung."

Ebenfalls mit dem Verhältnis von Krieg und Sex befasst sich die Aktion "Masturbate for Peace". Die Bewegung geht davon aus, dass es kein stärkeres Mittel gegen Krieg gibt als Liebe.

Jede wahre Liebe müsse jedoch von innen kommen, man könne keinen anderen lieben, bevor man nicht sich selbst liebe, so das Credo der ungewöhnlichen Friedensaktivisten.

"Indem wir diesen Akt der Selbstliebe vollziehen, ermutigen wir andere, es uns gleich zu tun", heißt es auf der Website, die auch mit einer spanischen und einer deutschen Version online ist.

(Daniel A. J. Sokolov, pte)

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