Opfer von Anschlägen in Israel klagen gegen die UBS
publiziert: Dienstag, 13. Mai 2008 / 08:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 13. Mai 2008 / 10:40 Uhr

New York - US-amerikanische Opfer von Anschlägen in Israel fordern in einer Klage 500 Millionen Dollar von der Schweizer Grossbank UBS. Sie beschuldigen die Bank, mit Geschäften im Iran die Urheber der Attentate finanziell unterstützt zu haben.

Nach Ansicht der Kläger verletzte die UBS US-amerikanische Gesetze aus dem Jahr 1996.
Nach Ansicht der Kläger verletzte die UBS US-amerikanische Gesetze aus dem Jahr 1996.
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Die Kläger sind über 50 US-Bürger, die bei Anschlägen in Israel verletzt wurden sowie Angehörige von bei Attentaten getöteten US-Amerikanern. Ihre Klage reichten sie nach Angaben der Nachrichtenagentur reuters vom Dienstag am vergangenen Freitag vor einem Bundesgericht in New York ein.

Die Attentate ereigneten sich zwischen 1997 und 2006. Sie werden den radikalen Gruppierungen Hisbollah, Hamas und Islamischer Dschihad zugeschrieben. Nach Ansicht der Kläger verletzte die UBS US-amerikanische Gesetze aus dem Jahr 1996.

Diese verbieten es Einzelpersonen und Unternehmen, Geschäfte mit Staaten zu machen, die den Terrorismus unterstützen. Nach Angaben der US-Regierung ist der Iran seit 1996 der wichtigste Geldgeber der Hisbollah und der Hamas. Beiden Organisationen soll Iran jedes Jahr Dutzende Millionen Dollar in bar überwiesen haben.

Kläger: UBS wusste Bescheid

«Die UBS wusste, dass dieses Geld benutzt wurde, um terroristische Anschläge zu verüben oder zu ermöglichen», halten die Kläger fest.

UBS-Sprecher Serge Steiner bezeichnete gegenüber der Nachrichtenagentur SDA die Klage als «haltlos». Sie entbehre jeglicher rechtlicher Grundlage.

Anfang 2006 hatte die Grossbank mitgeteilt, ihre Aktivitäten im Iran gestoppt zu haben. 2004 musste die UBS der US-Notenbank Fed eine Busse von 100 Millionen Dollar bezahlen, weil sie mit unerlaubten Handel von Dollar-Noten mit Iran, Kuba und Libyen ein Embargo gebrochen hatte.

(fest/sda)

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