Opferzahl in Birma steigt weiter - Helfer behindert
publiziert: Mittwoch, 7. Mai 2008 / 10:51 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Nov 2010 / 14:01 Uhr

Rangun - Vier Tage nach dem verheerenden Zyklon ist die Lage in Birma katastrophal. Die Hilfe für das abgeschottete Land kommt nur schleppend voran. Zudem steigt die Zahl der Opfer weiter an. Die Regierung spricht von 23'000 Toten und 41'000 Vermissten.

Viele Unicef-Helfer sitzen noch im Nachbarland Thailand fest. (Archivbild)
Viele Unicef-Helfer sitzen noch im Nachbarland Thailand fest. (Archivbild)
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«Wir gehen davon aus, dass mindestens 100'000 umgekommen sind», sagte dagegen der Direktor des Büros der Exilregierung im thailändischen Mae Sot, Aung So, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Bis zu einer Million Menschen sind nach UNO-Schätzungen obdachlos.

In Bangkok warteten internationale Hilfsorganisationen weiter verzweifelt darauf, ins Land gelassen zu werden. Regierungen in aller Welt erhöhten den Druck auf die Militärführung, ausländische Hilfe anzunehmen.

Das Internationale Rote Kreuz stellt zwei Millionen Franken zur Verfügung, die Schweizer Hilfswerke 600'000 Franken, wie die Glückskette mitteilte. UNICEF Schweiz stellte 200'000 Franken bereit, wie das Kinderhilfswerk mitteilte.

In Rangun kam inzwischen ein zweiter Hilfsflug aus Thailand an. Die wenigen Hilfsorganisationen, die bereits vor der Katastrophe im Land waren, konnten ihre Vorräte verteilen.

Grauenhafte Zustände

Andrew Kirkwood von Save the Children, einer der wenigen im Land geduldeten Hilfsorganisationen, berichtete derweil von grauenhaften Zuständen in den schwer zugänglichen Gebieten des Irawadi-Deltas, dem neben Rangun am schwersten betroffenen Gebiet. Sein Team habe tausende Tote gesehen - «Berge von Leichen», die auf der Strasse verwesten.

Inzwischen ist ein Experte der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit in Birma eingetroffen, ein zweiter folgt am Donnerstag. Beide verfügten sie bereits über ein Visum. Neue Einreisegenehmigungen wurden bisher nicht erteilt.

Toni Frisch, Leiter der Humanitären Hilfe des Bundes, ist jedoch zuversichtlich, dass die burmesischen Behörden den Schweizer Helfern in den kommmenden Tagen weitere Visa aushändigen, wie er auf Anfrage der SDA erklärte.

(bert/sda)

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