Opposition fordert Rücktritt von Scharon
publiziert: Dienstag, 7. Jan 2003 / 18:22 Uhr

Tel Aviv - Die israelische Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung gegen Ministerpräsident Ariel Scharon und seine Söhne eingeleitet. Sie steht im Zusammenhang mit Millionen-Zahlungen an die Familie zur Wahlkampf-Finanzierung von Scharon im Jahre 1999.

Regierungschef Scharon (Bild) wird von Oppositionsführer Amram Mizna zum sofortigen Rücktritt aufgefordert.
Regierungschef Scharon (Bild) wird von Oppositionsführer Amram Mizna zum sofortigen Rücktritt aufgefordert.
Oppositionsführer Amram Mizna rief Ministerpräsident Ariel Scharon deshalb zum sofortigen Rücktritt auf. Scharons rechte Likud-Partei ist bereits seit Wochen in mehrere Korruptionsskandale im Zusammenhang mit der Kandidatenkür für die Knessetwahl vom 28. Januar verwickelt.

Generalstaatsanwalt Eliakim Rubinstein bestätigte, dass im Zusammenhang mit Millionen-Zahlungen zur Finanzierung von Scharons Kampf um die Führung der Likud-Partei eine Untersuchung gegen den 74-jährigen Premier und dessen Söhne Omri und Gilad laufe.

Zuvor hatte die Tageszeitung Haaretz unter Berufung auf ein Dokument aus dem Justizministerium berichtet, die Vorwürfe gegen Scharon und seine Söhne konzentrierten sich auf die Rückzahlung von illegalen Wahlkampfspenden von mehr als fünf Millionen Schekel (mehr als 1,5 Mio. Franken), die Scharon 1999 von Gönnern über eine Schein-Firma erhalten hatte.

Scharon habe mit dem Geld seinen innerparteilichen Wahlkampf für den Likud-Parteivorsitz nach dem Rücktritt von Benjamin Netanjahu finanzieren wollen. Scharons Wahlmanager Ejal Arad nannte den Bericht von Haaretz eine Serie von Lügen, durch die Scharon gestürzt werden soll.

(pt/sda)

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