Opposition siegt bei Parlamentswahl in Mauritius
publiziert: Montag, 4. Jul 2005 / 22:35 Uhr

Port Louis - Im afrikanischen Inselstaat Mauritius ist das Oppositionsbündnis als Sieger aus der Parlamentswahl vom Sonntag hervorgegangen.

Navin Ramgoolam löst nun den ersten weissen Regierungschef der südostafrikanischen Republik ab.
Navin Ramgoolam löst nun den ersten weissen Regierungschef der südostafrikanischen Republik ab.
Nach den endgültigen Ergebnissen kommt die Soziale Allianz unter Navin Ramgoolam auf 38 der insgesamt 62 Mandate und siegte damit deutlicher als erwartet.

Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Paul Berenger konnte nur noch 22 Sitze gewinnen. Die übrigen zwei Mandate gehen an die Vertreter der kleineren Nachbarinsel Rodrigues.

Aufruf zur Einigkeit

"Mein Auftrag ist es nun, das Leben der Menschen zu verbessern", rief Ramgoolam einer jubelnden Menge zu. Zugleich forderte er das Volk zur Einigkeit auf, nur so könne das Land modernisiert werden.

Der 57-jährige Ramgoolam ist Anwalt und Sohn des ersten Ministerpräsidenten Mauritius´ nach der Unabhängigkeit von Grossbritannien 1968. Er löst nun den ersten weissen Regierungschef der südostafrikanischen Republik ab.

"Es ist eine Demokratie und ich akzeptiere das Wahlergebnis", erklärte der unterlegene Berenger. Insgesamt hatten sich mehr als 650 Kandidaten für den Einzug ins Parlament beworben. Beobachter bezeichneten den Ablauf der Wahlen im Allgemeinen als vorbildlich.

Hohe Wahlbeteiligung

Die schlechte Wirtschaftslage und die hohe Arbeitslosigkeit hatten den Wahlkampf auf dem Inselstaat im Indischen Ozean geprägt. Mehr als 80 Prozent der Wahlberechtigten waren an die Urnen gegangen.

Der Wirtschaft des Inselstaates machen die harte Konkurrenz auf dem Textilmarkt, geringere Fördergelder für Zuckerrohr und steigende Inflation zu schaffen.

Die Politik und die Gesellschaft der ehemaligen britischen Kolonie sind von einem komplexen System aus ethnischer Zugehörigkeit, Klassen und Kasten geprägt.

Die Hälfte der 1,2 Millionen Einwohner des Inselstaats sind Inder, 16 Prozent indische Moslems. Weitere 30 Prozent sind hauptsächlich Afro-Creolen, Nachfahren früherer Sklaven.

(sl/sda)

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