Kilicdaroglu schiebt Verantwortung auf Erdogan
Oppositionschef glaubt nicht an Zustandekommen einer Koalition
publiziert: Mittwoch, 12. Aug 2015 / 12:29 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Aug 2015 / 12:47 Uhr
Die Chancen für die Bildung einer Grossen Koalition sind nach Einschätzung von Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu gesunken.
Die Chancen für die Bildung einer Grossen Koalition sind nach Einschätzung von Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu gesunken.

Istanbul - In der Türkei rücken vorgezogene Neuwahlen im Herbst näher. Die Chancen für die Bildung einer Grossen Koalition sind nach Einschätzung von Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu gesunken, wie die Zeitung «Cumhuriyet» am Mittwoch meldete.

6 Meldungen im Zusammenhang
Kilicdaroglu habe in einer internen Sitzung gesagt, er glaube nicht an eine Regierungsbildung zwischen seiner Partei CHP und der AKP von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Laut dem Zeitungsbericht macht Kilicdaroglu den Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan für das Scheitern der Koalitionsgespräche verantwortlich.

Erneutes Treffen in dieser Woche

Die AKP hatte bei der Parlamentswahl im Juni nach mehr als zwölf Jahren Alleinregierung ihre Mehrheit in der Volksvertretung verloren. Seitdem laufen Beratungen zwischen den Parteien über die Bildung einer Koalition; eine Grosse Koalition zwischen AKP und CHP galt dabei als aussichtsreichste Variante, die auch von der Wirtschaft favorisiert wurde. Kilicdaroglu und Davutoglu hatten am Montag darüber gesprochen und wollen sich am Donnerstag oder Freitag erneut treffen.

Erdogan dringt auf Neuwahlen

Laut Medienberichten dringt Erdogan, der trotz seiner nominell neutralen Position als Präsident die oberste Instanz in der AKP ist, jedoch auf Neuwahlen im November, weil er sich davon eine Rückkehr zu einer eigenständigen Mehrheit für die AKP verspricht. Umfragen zufolge ist dies allerdings unsicher.

Die Verfassung gibt den Parteien bis zum 23. August Zeit für die Regierungsbildung. Gibt es bis dahin keine Lösung, kann Erdogan als Präsident Neuwahlen ausrufen, die innerhalb von drei Monaten stattfinden müssen.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs ... mehr lesen
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am ... mehr lesen
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -3°C 0°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder freundlich
Basel -2°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen -3°C 0°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern -3°C 0°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern -2°C 1°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder freundlich
Genf -1°C 2°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 2°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten