Ortega zum Wahlsieger erklärt
publiziert: Mittwoch, 8. Nov 2006 / 07:26 Uhr

Managua - Daniel Ortega kehrt zurück an die Schalthebel der Macht. 16 Jahre nach Ende seiner Amtszeit wurde der frühere Revolutionsführer wieder zum Präsidenten Nicaraguas gewählt.

Daniel Ortega kehrt wieder an die Spitze zurück.
Daniel Ortega kehrt wieder an die Spitze zurück.
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Dies teilte der Oberste Wahlrat mit. Nach Auszählung von 91,5 Prozent der Stimmen entfielen auf den 60- jährigen Führer der Sandinistischen Befreiungsfront (FSLN) 38,7 Prozent der Stimmen.

Der konservative Eduardo Montealegre, der bei der Abstimmung am Sonntag auf 29 Prozent kam, erkannte den Sieg des Sandinistenführers an.

Damit werden die linken Sandinisten 16 Jahre nach dem Machtverlust wieder die Regierung in Managua stellen. Bei drei Wahlen seit 1990 war Ortega jeweils den konservativen Kandidaten der Liberalen Verfassungspartei (PLC) unterlegen gewesen.

Neues Wahlgesetz

Der Sieg im ersten Wahlgang wurde durch ein neues Wahlgesetz möglich.

Demnach hat derjenige die Wahl schon im ersten Durchgang für sich entschieden, der über 35 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt, wenn die Differenz zum Zweitplatzierten mehr als fünf Prozent beträgt.

Montealegre von der Liberalen Allianz (ALN) gestand am Abend die Niederlage ein. Der frühere Aussenminister und Ex-Banker versprach, sich auch weiterhin für die Regierbarkeit und Stabilität des Landes einzusetzen.

Gratulationen aus Kuba

Als einer der ersten gratulierte der erkrankte kubanische Revolutionsführer Fidel Castro Nicaraguas neuem Präsidenten.

Der Sieg Ortegas sei einmal mehr «eine Schmach für die terroristische Regierung der Vereinigten Staaten», hiess es in einer Botschaft Castros, die im kubanischen Fernsehen verlesen wurde.

Bei der Wahl wurde auch über die Zusammensetzung der neuen Nationalversammlung (Parlament) entschieden. Nach den bisherigen Resultaten sind die führenden Sandinisten auf die Unterstützung anderer Fraktionen angewiesen. Das Parlament besteht aus 92 Abgeordneten.

(rr/sda)

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