Ozon: «Informationspflicht missachtet»
publiziert: Mittwoch, 18. Jul 2007 / 16:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Jul 2007 / 21:01 Uhr

Bern - In der kurzen, aber heissen Schönwetterphase kletterten die Ozonwerte mancherorts bereits über die „Informationsschwelle“ von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter. Bei Überschreiten dieses Wertes hatten sich die Kantone diesen Frühling verpflichtet, die Bevölkerung zu informieren.

Die Öffentlichkeit wurde über die Grenzwertüberschreitungen nicht informiert.
Die Öffentlichkeit wurde über die Grenzwertüberschreitungen nicht informiert.
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Es geschehe nichts, beklagt nun der Verkehrclub der Schweiz (VCS). Dîeses Versprechen sei nach lediglich drei Monaten offenbar nur noch heisse Luft. Der VCS fordert die Kantone deshalb auf, wenigstens diese minimalste Aufgabe zu erfüllen.

Während gestern Dienstag die höchsten Ozonwerte im östlichen Mittelland, im Voralpengebiet gemessen und die Informationsschwelle wie gewohnt auf der Alpensüdseite überschritten wurde, waren Tags zuvor, am Montagabend die Stationen Chrischona, Basel-Stadt (208 Mikrogramm), Olten (197 Mikrogramm), Dornach (181 Mikrogramm), Baden (180 Mikrogramm) auf Ozonwerten angelangt, welche auch aufgrund der vorhersehbaren Wetterlage eine Information der Öffentlichkeit erforderten.

«Armutszeugnis»

Es sei ein Armutszeugnis, dass nichts geschehen ist. Der Umstand, dass die Überschreitungen nur kurzfristiger Natur waren, könne als Entschuldigung nicht hinhalten, so der Verband. Laut dem VCS geht es letztlich darum, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und nicht die schlechte Luftqualität zu tabuisieren.

In der Pressemitteilung der Schweizerischen Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK) vom 19. April hatten die kantonalen Vertreter den Bund beschworen, ohne Verzug die notwenigen Massnahmen für eine bessere Luftqualität zu ergreifen. Als koordinierte Massnahme beschlossen die kantonalen Umweltdirektoren die Kommunikation zu verstärken.

EU-Richtlinien missachtet

Die Informationsschwelle von 180 Mikrogramm entspricht einer EU-Richtlinie, bei der, im Falle der Überschreitung an den Messstationen, die Behörden in der EU verpflichtet werden, die Öffentlichkeit zu informieren. Der Einstunden-Grenzwert, der jährlich höchstens einmal überschritten werden dürfte, liegt bei 120 Mikrogramm/m3.

In der Schweiz sucht man in diesen Tagen auf der Website der BPUK oder des Bundesamts für Umwelt (Bafu) vergebens nach einer Information. Der VCS fordert die Zuständigen in Bund und Kantone auf, wenigstens diese minimalste Informationspflicht zu erfüllen.

(ht/pd)

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