PKK stellt Bedingungen für Freilassung von Bergsteigern
publiziert: Donnerstag, 10. Jul 2008 / 12:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Jul 2008 / 17:34 Uhr

Ankara - Zwei Tage nach der Entführung von drei deutschen Bergsteigern am Berg Ararat im Osten der Türkei hat die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) der deutschen Regierung Bedingungen für deren Freilassung gestellt.

Mehrere Schweizer Reiseveranstalter hatten für die kommenden Wochen Touren auf den Ararat geplant, die nun voraussichtlich annuliert werden müssen.
Mehrere Schweizer Reiseveranstalter hatten für die kommenden Wochen Touren auf den Ararat geplant, die nun voraussichtlich annuliert werden müssen.
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Berlin müsse seine «feindliche Politik» gegenüber der PKK und dem kurdischen Volk einstellen, hiess es in einer Erklärung, die die PKK-nahestehende Nachrichtenagentur Firat verbreitete. Einzelheiten zu der «feindlichen Politik» wurden nicht genannt.

Es wird vermutet, dass die Rebellen mit der Forderung auf das kürzlich verhängte Verbot des PKK-Propagandasenders Roj-TV durch die deutschen Behörden anspielt. Die PKK selbst ist in Deutschland seit November 1993 verboten.

Entführten gehe es gut

Den Entführten gehe es gut, ihnen sei nichts geschehen, teilten die Kurdenrebellen weiter mit. Das türkische Militär wurde aufgefordert, seine Operationen am Berg Ararat einzustellen, da dies das Leben der Geiseln gefährde.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier stellte umgehend klar, die Regierung lasse sich nicht erpressen. «Wir erwarten eine sofortige und bedingungslose Freilassung.» Der Krisenstab im Auswärtigen Amt in Berlin arbeite weiter intensiv an einer Lösung.

Fünf PKK-Kämpfer hatten am Dienstagabend die drei aus Bayern stammende Männer aus einem Camp am Ararat auf 3200 Metern Höhe verschleppt. Nach der Entführung haben die türkischen Behörden den Berg im Osten des Landes für Touristen gesperrt. Auch Schweizer Reiseanbieter müssen Touren annulieren.

Stärkere Sicherheitszusammenarbeit

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan vereinbarte unterdessen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki eine stärkere Sicherheitszusammenarbeit im Bereich der gemeinsamen Grenze. Zweimal im Jahr soll über gemeinsame Projekte beraten werden.

Die Beziehungen beider Staaten waren zuletzt angespannt, weil das türkische Militär im Februar gegen PKK-Rebellen im Nordirak vorgegangen war. Bei Erdogans Besuch in Bagdad handelte es sich um den ersten eines türkischen Regierungschefs im Irak seit 18 Jahren.

(smw/sda)

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