Ein Ende der Gewalt in Sicht?
PKK stellt Bedingungen für Rückkehr zur Waffenruhe
publiziert: Dienstag, 11. Aug 2015 / 10:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Aug 2015 / 14:05 Uhr
Die verbotene Rebellengruppe Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat Bedingungen für ein Ende der neu aufgeflammten Gewalt im Kurdengebiet der Türkei gestellt. (Archivbild)
Die verbotene Rebellengruppe Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat Bedingungen für ein Ende der neu aufgeflammten Gewalt im Kurdengebiet der Türkei gestellt. (Archivbild)

Istanbul - Die verbotene Rebellengruppe Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat Bedingungen für ein Ende der neu aufgeflammten Gewalt im Kurdengebiet der Türkei gestellt. Sie fordert unter anderem eine unabhängige Überwachung einer neuen Waffenruhe.

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Dies meldeten türkische Medien am Dienstag unter Berufung auf eine Erklärung der Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK), eine politische Organisation der PKK. Zudem müssten alle in den vergangenen zwei Jahren inhaftierten politischen Gefangenen freigelassen werden.

HDP appeliert für friedliche Lösung

Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan und der türkische Staat hatten im Frühjahr 2013 eine Waffenruhe vereinbart, die Ende Juli an neuen Kämpfen und Anschlägen zerbrach. Die legale türkische Kurdenpartei HDP hatte in den vergangenen Tagen sowohl die türkische Regierung als auch die PKK aufgerufen, die Gefechte zu beenden und die unterbrochenen Verhandlungen über eine friedliche Lösung des Kurdenkonflikts wieder aufzunehmen.

Mit Blick auf diesen Appell erklärte die KCK, es müsse gewährleistet werden, dass eine neue Waffenruhe nicht ausgenutzt werde; die PKK wirft dem türkischen Staat vor, während des Waffenstillstandes in den vergangenen zwei Jahren die Präsenz der Sicherheitskräfte im Kurdengebiet erheblich ausgebaut zu haben.

Kämpfe gehen weiter

Die Spannungen waren Ende Juli eskaliert. Während die PKK besonders im Kurdengebiet immer wieder Stützpunkte und Fahrzeuge der Sicherheitskräfte angreift, bombardiert die türkische Luftwaffe die Stellungen der PKK in der Türkei und im Nordirak.

Die Kämpfe gingen auch am Dienstag weiter: Bei einem nächtlichen Angriff auf türkische Sicherheitskräfte in der südosttürkischen Provinz Sirnak wurde erneut ein Soldat getötet. Die Armee machte eine «separatistische Terrororganisation» verantwortlich, womit die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK umschrieben wird.

Das Militär teilte weiter mit, die Luftwaffe habe in der Nacht auf Dienstag in der südosttürkischen Provinz Hakkari Angriffe gegen «terroristische Ziele» geflogen und 17 davon ausser Gefecht gesetzt.

Anschlagserie in Istanbul

Am Montag waren in Sirnak vier Polizisten und ein Soldat getötet worden. Die Behörden machten die PKK für die Angriffe verantwortlich.

In Istanbul waren bei einem Anschlag und einem Angriff auf eine Polizeiwache am Montag drei Extremisten und ein Polizist getötet worden.

In der Millionenmetropole wurde ausserdem das US-Konsulat beschossen, wofür die linksextreme Terrororganisation DHKP-C verantwortlich gemacht wurde. Nach türkischen Medienberichten wurde eine der Angreiferinnen verletzt gefasst.

(bg/sda)

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