Paisley mit 81 Jahren Regierungschef Nordirlands
publiziert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 13:32 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 17:32 Uhr

Belfast - Nach rund fünf Jahren Fremdverwaltung durch London hat Nordirland wieder eine eigenständige Regierung. Als neuer Regierungschef wurde Ian Paisley vereidigt.

Der protestantische Pfarrer Ian Paisley regiert nun Nordirland.
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«Ich bin heute überzeugt, dass in Nordirland eine Zeit des Friedens begonnen hat, eine Zeit, in der nicht mehr der Hass herrscht», sagte der Parteichef der protestantischen Unionisten (DUP) nach seinem Amtseid im Belfaster Parlament.

Die Zeit sei gekommen, die Dinge voranzubringen, erklärte der 81-Jährige an der Seite seines Stellvertreters und ehemaligen Feindes von der katholischen Partei Sinn Fein, Martin McGuinness, der ebenfalls vereidigt wurde.

Zu einem öffentlichen Händedruck zwischen dem Regierungschef und seinem Vize kam es nicht. Vor der feierlichen Amtseinführung hatte sich McGuinness jedoch wohlwollend über Paisley geäussert: «Ich bin immer zuversichtlicher, dass das funktionieren wird. Meine Arbeitserfahrung mit Ian Paisley ist sehr gut.» «Wir wissen, dass der Weg, den wir jetzt beschreiten, viele Kurven und Stolpersteine hat», sagte McGuinness: «Doch dieser Weg wird von der übergrossen Mehrheit der Menschen unterstützt.» Die DUP und Sinn Fein waren Anfang März als die stärksten Parteien aus den nordirischen Parlamentswahlen hervorgegangen.

Zehn Minister und zwei Staatssekretäre

Die von Paisley und McGuinness geführte Regierung hat zehn Minister und zwei Staatssekretäre. Als Juniorpartner sind auch die pro-britische Partei Ulster Unionists (UU) und die eher pro-irische Sozialdemokratische und Labour-Partei (SDLP) beteiligt.

Dem Terror im Nordirland-Konflikt waren seit 1969 mehr als 3500 Menschen zum Opfer gefallen. Die Grundlage für eine friedliche Lösung wurde 1998 durch das Karfreitagsabkommen gelegt, an dem neben den Konfliktgegnern auch die Regierungen in Dublin und London beteiligt waren.

Die ehemals verfeindeten Lager einigten sich erst nach massivem Druck und aufgrund beträchtlicher finanzieller Unterstützung aus London und Dublin auf eine gemeinsame Regierungsbildung.

(smw/sda)

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