Paketbomben-Alarm kurz vor US-Wahlen
publiziert: Samstag, 30. Okt 2010 / 07:52 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Okt 2010 / 23:55 Uhr
Sowohl Frachtdienstleister FEDEX als auch Konkurrent UPS haben ihren Service in Jemen nach dem Terroralarm eingestellt.
Sowohl Frachtdienstleister FEDEX als auch Konkurrent UPS haben ihren Service in Jemen nach dem Terroralarm eingestellt.

Washington/London - Nur Tage vor den Kongresswahlen in den USA haben britische und arabische Sicherheitsbehörden zwei Anschläge mit Paketbomben vereitelt. Die Pakete waren per Luftfracht unterwegs in Richtung USA. Ermittler vermuten hinter den im Jemen aufgegeben Sendungen die Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel.

10 Meldungen im Zusammenhang
Der Sprengstoff wurde am Freitag in zwei Frachtflugzeugen in England und Dubai entdeckt. Die Pakete waren an zwei jüdische Synagogen in Chicago adressiert.

Das auf dem Flughafen in Dubai entdeckte Paket enthielt nach Polizeiangaben einen Computerdrucker, in dem die Chemikalie PETN versteckt war, die auch als Sprengstoff verwendet wird. Gefunden wurden auch die SIM-Karte eines Mobiltelefons und der Stoff Bleiazid, der in Zündern zum Einsatz kommt.

Die Polizei in Dubai erklärte am Samstag, auch die Bauart der gefundenen Bombe deute auf «terroristische Gruppen wie Al-Kaida hin». Sie habe die Paketbombe nach Hinweisen anderer Geheimdienste gefunden.

Nach Angaben der US-Regierung kam der Tipp vom saudischen Geheimdienst. Die Al-Kaida im Jemen gilt schon länger als der aggressivste Arm der Extremistenorganisation.

Bombe sollte im Flugzeug explodieren

Das andere Paket wurde in einem Flugzeug auf dem englischen Flughafen East Midlands bei Birmingham entdeckt. Die britische Innenministerin Theresa May bestätigte am Samstag in London, dass das Paket einen funktionsfähigen Sprengsatz enthalten habe.

Premier David Cameron sagte am Abend, nach neusten Erkenntnissen sei die Bombe so präpariert gewesen, dass sie bereits im Flugzeug explodieren sollte.

US-Präsident Barack Obama sprach bereits am Freitag von einer «glaubhaften terroristischen Bedrohung». Nach Angaben seiner Regierung wurden die Sendungen via die US-Paketdienste United Parcel Service (UPS) und FedEx verschickt.

Absenderin verhaftet

Im Jemen selbst nahmen Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben am Samstag die mutmassliche Absenderin der Pakete fest. Kurz zuvor hatte Präsident Ali Abdullah Saleh mitgeteilt, die Identität der Aufgeberin der Pakete sei bekannt und die Polizei habe ihr Haus umstellt.

Jemenitische Ermittler nahmen auch Mitarbeiter von Luftfrachtgesellschaften und der Frachtabteilung des internationalen Flughafens Sanaa fest, um sie zu vernehmen. Zudem untersuchten sie 26 weitere Sendungen auf Sprengstoff. Ob sie fündig wurden, blieb offen.

(bang/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Memphis - Der US-Logistikkonzern FedEx hat die Abschwächung der Weltwirtschaft unterschätzt: Das Unternehmen senkte seine ... mehr lesen
FedEx mit weniger Umsatz als erwartet.
Mumbai - Ein Passagierflugzeug der US-Fluggesellschaft Delta Airlines ist am Donnerstag wegen verdächtiger Fracht unter ... mehr lesen
US-Fluggesellschaft Delta Airlines.
Die Sendungen wurden vor ihrem Eintreffen am Zielort Chicago beschlagnahmt. (Archiv)
Washington/Frankfurt - Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat schon im September einen Probelauf für die vergangene Woche ... mehr lesen
Berlin - Die im arabischen Emirat Dubai gefundene Paketbombe ist an Bord von zwei Passagierflugzeugen transportiert ... mehr lesen 1
Die Bombe sollte schon im Flugzeug explodieren.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Eine der beiden Paketbomben wurde britischen Angaben zufolge am Flughafen Köln/Bonn umgeladen. (Symbolbild)
Berlin - Nach den vereitelten Anschlägen in den USA wird in Deutschland das gesamte Frachtgut aus dem Jemen bis auf weiteres zu ... mehr lesen
Washington - Mit einer kämpferischen Rede in seiner Heimatstadt Chicago hat Präsident Barack Obama versucht, ein drohendes ... mehr lesen
Barack Obama bei Jon Stewart.
Washington ist in Alarmbereitschaft.
Washington/London - Zwei in Frachtflugzeugen in Dubai und Grossbritannien ... mehr lesen
Washington - Die niederländische Polizei hat auf dem Amsterdamer Flughafen zwei Terrorverdächtige festgenommen. ... mehr lesen
Al-Soofi wurde der Weiterflug nach Chicago genehmigt. (Archivbild)
Gewalt in Afghanistan - Tag für Tag.
Gewalt in Afghanistan - Tag für Tag.
Eine traurige Rekordzahl  Kabul - Kurz vor dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes in Afghanistan hat die Gewalt gegen Zivilisten nie gekannte Ausmasse erreicht. Von Januar bis November seien 3188 Zivilisten getötet und 6429 weitere verletzt worden, teilte die UNO-Mission in Afghanistan (Unama) mit. 
664 Angriffe oder Anschläge in einem Monat - das gefährlichste Land war der Irak.
Studie: Dschihadisten töten im November weltweit 5042 Menschen London - Nach einer ersten Schätzung über die Opfer islamistischer Gewalttaten sind im November weltweit 5042 ...
UNO bittet um Rekordsumme für weltweite Nothilfe Genf - Bewaffnete Konflikte stossen immer mehr Menschen in Not und Elend. ...
NATO-Minister geben grünes Licht für neue Afghanistan-Mission Brüssel - Die Aussenminister der NATO-Staaten haben grünes ...
Kritiker aufspüren  Toronto - Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) setzt möglicherweise auf Malware, um Kritiker in Syrien aufzuspüren.  
Im vergangenen Jahr wurden mehr Reporter entführt. (Symbolbild)
Immer brutalere Angriffe auf Medienschaffende Paris - Die Angriffe auf Medienschaffende haben gemäss dem Jahresbericht der Organisation Reporter ohne Grenzen an Brutalität ...
Titel Forum Teaser
  • jorian aus Dulliken 1534
    Warum Kassandra? Warum schreiben Sie so gerne Verschwörungstheoretiker? Warum wissen ... gestern 03:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    So, Italien will? Ein paar Populisten sind noch lange nicht Italien! Welch ein ... gestern 00:52
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    Lieber Heinrich Frei Glauben Sie wirklich, irgend jemand liest all diese Links und dazu noch ... Fr, 19.12.14 21:20
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    Glatte Lüge, nun, von Heiligen ist's ja bekannt, dass sie nicht die Wahrheit lieben! ... Fr, 19.12.14 11:23
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    Ich würde mich nicht dazu hergeben, an jedem Schweinehund zu lecken! Sorry! Das tun ... Fr, 19.12.14 11:20
  • PioXX aus Orbetello 161
    Das Lecken... ...das habe ich leider einem anderen Schweinehund versprochen! Fr, 19.12.14 09:44
  • jorian aus Dulliken 1534
    Reden Sie...... ..... doch mal mit dem Obama. Er soll keinen Menschen mehr mit ... Fr, 19.12.14 03:27
  • jorian aus Dulliken 1534
    Kassandra SIE? Sie nerven sich immer wenn Sie zu den Wahlverlierern gehören und ... Fr, 19.12.14 03:22
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 5°C 5°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 2°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 6°C 6°C stark bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 9°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 7°C 9°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 7°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 4°C 12°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten