Zehntausende Menschen
Pakistaner ergreifen die Flucht vor Regierungsoffensive
publiziert: Donnerstag, 19. Jun 2014 / 18:04 Uhr
Islamabad setzte in letzter Zeit auf Friedensgespräche mit den pakistanischen Aufständigen. (Archivbild)
Islamabad setzte in letzter Zeit auf Friedensgespräche mit den pakistanischen Aufständigen. (Archivbild)

Bannu - Angesichts einer erwarteten Bodenoffensive von Regierungstruppen gegen die Taliban hat sich die Fluchtbewegung zehntausender Menschen aus den Stammesgebieten an der Nordwestgrenze Pakistans weiter verstärkt. Nach offiziellen Angaben stieg die Zahl der Flüchtlinge aus Nord-Waziristan auf mindestens 140'000.

5 Meldungen im Zusammenhang
In den letzten Tagen nahm die Zahl der Flüchtlinge besonders stark zu, weil nach Luftangriffen eine dreitägige Waffenruhe der Regierungseinheiten ausgerufen worden war, auf die dann die Bodenoffensive folgen soll.

«Wenn die Bevölkerung weg ist, werden wir die Bodentruppen reinschicken», kündigte ein Verantwortlicher der pakistanischen Sicherheitskräfte an. «Das wird ein langer Kampf, ein vollständiger Krieg.» Die Aufständischen sollten aus den Stammesgebieten «verjagt werden».

Islamabad setzte auf Friedensgespräche

Ein Grossteil der Flüchtlinge gelangte nach Bannu in der Nachbarprovinz Khyber-Pakhtunkhwa. Schätzungsweise 30'000 Flüchtlinge passierten die Grenze zu Afghanistan.

Die US-Regierung, die in den vergangenen Jahren gegen mutmassliche Taliban-Stellungen in den pakistanischen Stammesgebieten mit Drohnenangriffen vorging, verlangt von Pakistan seit langem einen Truppeneinsatz.

Doch Islamabad setzte in den vergangenen Monaten auf Friedensgespräche mit den pakistanischen Aufständischen von der Tehreek-e-Taliban-Bewegung (TTP). Diese brachten jedoch keine greifbaren Ergebnisse. In der vergangenen Woche gab es bei einem Taliban-Überfall am Flughafen von Karachi dann dutzende Tote.

(awe/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Islamabad - Nach zweiwöchigen Luftangriffen hat die pakistanische Armee ihre ... mehr lesen
Die pakistanische Armee fängt an der Grenze zu Afghanistan mit einer Offensive. (Archivbild)
Passagierflugzeug der Pakistan International Airlines.
Islamabad - Unbekannte haben im ... mehr lesen
Islamabad - Bei verheerenden Terroranschlägen sind in Pakistan mindestens 54 Menschen getötet worden. Ziele waren der internationale Flughafen von Karachi und schiitische Pilger an der Grenze zum Iran. mehr lesen 
Islamabad - Bei einem Angriff auf schiitische Pilger an der Grenze zwischen dem Iran und Pakistan sind mindestens 23 Menschen getötet worden. Auf einen Bus mit Pilgern, die von einer Fahrt zu heiligen Stätten im Iran zurückgekehrt seien, sei ein «Feuer- und Selbstmordanschlag» verübt worden, sagten pakistanische Behördenvertreter am Sonntag. mehr lesen 
Islamabad - Bei einem Angriff auf einen Grenzposten im Nordwesten Pakistans sind am Samstag mindestens 15 Menschen getötet worden. Der Posten im Stammesgebiet von Bajaur an der Grenze zu Afghanistan sei von zahlreichen «Terroristen» gestürmt worden, sagte ein Militärvertreter. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 8°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 8°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 8°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 9°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 10°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 10°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten