Pakistans Präsident Musharraf erklärt Rücktritt
publiziert: Montag, 18. Aug 2008 / 14:59 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Aug 2008 / 07:41 Uhr

Islamabad - Der umstrittene pakistanische Präsident Pervez Musharraf wird von seinem Amt zurücktreten. Das kündigte der 65-Jährige in einer Fernsehansprache an.

Mit Unterstützung der USA klammerte sich Musharraf hartnäckig an sein Amt.
Mit Unterstützung der USA klammerte sich Musharraf hartnäckig an sein Amt.
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Zum Rücktritt habe er sich entschlossen, um Pakistan vor einer tiefen innenpolitischen Krise zu bewahren. Er habe immer im Interesse des Landes gehandelt, sagte Musharraf in der live aus dem Präsidentenpalast in Islamabad übertragenen Rede.

Der ehemalige Armeechef hatte sich im Jahr 1999 unblutig an die Macht geputscht. Mit dem freiwilligen Rückzug kommt Musharraf einem Verfahren zur Amtsenthebung zuvor, das die Regierung seit knapp zwei Wochen gegen das Staatsoberhaupt betreibt.

Musharraf warf seinen Gegnern vor, falsche Anschuldigungen gegen ihn erheben. Die gegen ihn vorgebrachten Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage.

Soomro übernimmt Präsidentenamt

Gemäss der Verfassung wird Senatspräsident Mohammadmian Soomro kommissarisch das Präsidentenamt übernehmen. Innerhalb von 30 Tagen wird dann von beiden Parlamentskammern und vier Provinzversammlungen ein neuer Präsident gewählt.

Unklar ist bislang, ob Musharraf wie von pakistanischen Medien berichtet, Pakistan verlassen und ins Exil gehen wird. Das US-Magazin «Newsweek» berichtete in seiner Internetausgabe unter Berufung auf Vertraute des Staatschefs, Musharraf wolle für die kommenden drei Monate «ins Exil» nach Saudiarabien gehen.

Menschen feiern Musharrafs Rücktritt

Hunderte Menschen haben in den Städten Pakistans den angekündigten Rücktritt von Präsident Pervez Musharraf gefeiert. In der südöstlichen Stadt Multan freuten sich besonders Juristen, die mehrfach mit Musharraf aneinandergeraten waren.

Die US-Regierung hat derweil dem scheidenden pakistanischen Präsidenten für seine Hilfe im Kampf gegen den Terrorismus gedankt. «Präsident Musharraf war ein Freund der USA und einer der engagiertesten Partner im Krieg gegen Extremismus und Terrorismus», erklärte Aussenministerin Condoleezza Rice.

(Simon Cameron-Moore/Reuters)

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