Spielt Netanjahu auf Zeit?
Palästinenser wollen internationalen Rahmen für Friedensgespräche
publiziert: Dienstag, 24. Mai 2016 / 15:08 Uhr
Rami Hamdallah hat das Drängen Israels zurückgewiesen. (Archivbild)
Rami Hamdallah hat das Drängen Israels zurückgewiesen. (Archivbild)

Jerusalem - Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah hat das Drängen Israels auf direkte Nahost-Verhandlungen anstelle der multilateralen Friedensinitiative Frankreichs zurückgewiesen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu «spielt auf Zeit, wird sich aber diesmal der internationalen Staatengemeinschaft nicht entziehen können», erklärte Hamdallah bei einem Treffen mit dem französischen Premierminister Manuel Valls am Dienstag in Ramallah.

Direkte Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern gebe es schon seit mehr als 20 Jahren, rief Hamdallah in Erinnerung und fügte hinzu: «Aber die Zeit wird knapp.»

Am 3. Juni sollen an einem internationalen Vorbereitungstreffen auf Aussenministerebene die grossen internationalen Mächte sowie Anrainerländer aus der Nahost-Region teilnehmen, nicht aber die Konfliktparteien - Israel und die Palästinenser. Diese sollen erst zu einer zweiten Konferenz hinzugezogen werden, die Frankreich im zweiten Halbjahr anvisiert.

Netanjahu hatte dieses Vorgehen am Montag zum wiederholten Mal abgelehnt. Stattdessen bot er bei einem Treffen mit dem französischen Regierungschef in Jerusalem an, direkte Verhandlungen unter vier Augen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Paris zu führen, die Frankreich ausrichten könne.

«Aus Sackgasse herauskommen»

Valls begründete am Dienstag, warum die französische Regierung an dem breiteren Format ihrer Initiative festhält: «Dabei geht es um die Bekräftigung der politischen Zweistaatenlösung durch die internationale Gemeinschaft», erklärte er unter Verweis auf das Ziel eines unabhängigen Palästinenserstaats an der Seite Israels.

«Wir sind uns darüber im Klaren, dass Frieden nur von den beiden Konfliktparteien geschlossen werden kann und dass niemand ihn erzwingen kann», sagte Valls und fuhr fort: «Aber heute gibt es gar keine Verhandlungen; und die Lage vor Ort ist katastrophal. Aus dieser Sackgasse müssen wir herauskommen.»

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Jerusalem - Der israelische ... mehr lesen
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Mosche Jaalon zieht sich aus der Politik zurück.
Jerusalem - Wegen eines Streits mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu legt Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon sein Amt nieder und zieht sich aus der Politik zurück. Wegen Netanjahus ... mehr lesen
Jerusalem - Israels Regierungschef ... mehr lesen
Ziel der israelischen Luftwaffe waren Hamas-Stellungen. (Archivbild)
Gaza - Die israelische Luftwaffe hat ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten stimmten für die Ernennung und 43 dagegen. Lieberman und seine Partei fordern die Deportation aller Araber. mehr lesen  
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann ... mehr lesen   2
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Avigdor Lieberman ist ehemaliger Aussenminister.
Lieberman wird Verteidigungsminister  Tel Aviv - Die ultrarechte Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) hat sich der rechts-religiösen Regierung ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 8°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich stark bewölkt, Regen
Basel 10°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 14°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
Bern 7°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen gewittrige Regengüsse
Luzern 6°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewittrige Regengüsse
Genf 7°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen gewittrige Regengüsse
Lugano 11°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten